Tierheim in Aachen erhält mehr Geld von der Städteregion

Städteregionsausschuss beschließt : Deutlich mehr Geld fürs Tierheim in Aachen

Die Vorzeichen haben nicht getäuscht: Einstimmig und ohne Diskussion hat der Städteregionsausschuss am Donnerstag eine deutliche Erhöhung der Zuschüsse für den Betrieb des Tierheims im Aachener Feldchen beschlossen. In zwei Stufen sollen die Mittel angehoben werden.

Ab dem kommenden Jahr wird der seit 2014 gezahlte Betrag, den der Tierschutzverein als Betreiber des Heims von der Städteregion Aachen erhält, von jährlich 180.000 auf 290.000 Euro hochgesetzt. Für die Jahre 2023 und 2024 wird es dann noch mal eine Aufstockung um 10.000 Euro geben.

Die Politik folgte damit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, die wiederum die Empfehlung eines eigens aus diesem Anlass gegründeten Arbeitskreises übernommen hat. Dieser hatte die vom Tierschutzverein angeführten Gründe für den erhöhten Zuschussbedarf allesamt anerkannt. In erster Linie sind das, wie der Vorsitzende Lutz Vierthaler im Gespräch mit unserer Zeitung dargelegt hat, die stetig steigende Zahl von Beschlagnahmungen sowie die zum Teil erheblich längere Verweildauer von Tieren, die nur schwer vermittelt werden können.

Gesichert ist der weitere Betrieb des Tierheims mit dem Beschluss der städteregionalen Politik allerdings noch nicht. Vierthaler hat deutlich gemacht, dass der Verein seine Arbeit nur dann fortsetzen könne, wenn auch die Stadt Aachen ihren Anteil erhöht – von derzeit 170.000 auf 235.000 Euro pro Jahr. Bis dato gibt es jedoch keinerlei Hinweis darauf, dass die Stadt dieser Aufforderung nachkommen wird.

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