Aachen: Theaterstraße ist schon für zwei Euro zu haben

Aachen: Theaterstraße ist schon für zwei Euro zu haben

„Sammler sind glückliche Menschen”, das sagt einer, der es wissen muss. Jürgen Baral ist leidenschaftlicher Sammler von historischen Papieren aus der Region Aachen und organisierte jetzt die 9. Internationale Sammlerbörse Papier im überdachten Eingangsbereich des Hirsch-Centers an der Elsassstraße.

Vor fünf Jahren fand die Börse zum ersten Mal in der Elisengalerie statt, und seitdem hat sich ein richtiges Netzwerk der Papiersammler gegründet, so der Lehrer für Mathematik, Informatik und Erdkunde.

Das ist der Börse im Hirsch-Center durchaus anzumerken, 15 Aussteller breiten ihre Schätze auf langen Tischreihen aus, und jede Menge Besucher beäugen die ausgestellten Stücke mit Kennerblick, um sich dann ein Stück für die eigene Sammlung zu gönnen. Andere bieten einzelne Stücke aus Nachlässen an, und dann gibt es da noch die sentimentalen Käufer, wie die junge Frau, die sich für vier Euro ein Kinderbuch aus ihren Jugendtagen auswählt.

Wer eine alte Postkarte anlässlich des zu erwartenden Osterfestes sucht, wird auf jeden Fall im Kartenfundus von Sammler Jürgen Schewe aus Rödgen fündig. Alben, in denen nachkolorierte Fotografien aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts nach Themen sortiert sind, beschwören das Gesellschaftsbild des wilhelminischen Deutschlands herauf.

Für vier Euro ist ein „Gruß von der Musterung” zu haben, für zwei Euro schon eine 100 Jahre alte Ansichtskarte von der Aachener Theaterstraße. „Je häufiger ein Motiv abgebildet wurde, desto niedriger ist der Wert”, fachsimpelt Schewe aus Rödgen, die Theaterstraße sei von jeher ein äußerst beliebtes Motiv gewesen, also heute auch günstig zu haben.

Die nächste Sammlerbörse Papier findet erst wieder am 25.Oktober in der Elisengalerie statt, aber Interessierte können schon am 28. März in Monschau eine Präsenz-Auktion besuchen.

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