Theaterschule Aachen zeigt "An der Arche um Acht"

Kultur in Aachen : Drolliges Trio und ein blinder Passagier

Mit „An der Arche um Acht“ feierte die Theaterschule Aachen jetzt Premiere im Space des Ludwig Forums Aachen. „Es ist für mich immer wieder erfreulich, die Entwicklung meiner Schüler zu sehen.

Vor nicht allzu langer Zeit hatten sie ihre Aufnahmeprüfung, und jetzt erzählen sie wundervolle Geschichten wie diese: von einer Pinguin-Freundschaft, himmlischen Geboten, göttlichem Glänzen durch Abwesenheit und Käsekuchen. Es ist ein wahres Vergnügen“, freute sich die Leiterin der Theaterschule Aachen, Ingeborg Meyer, nach der Premiere.

Ulrich Hubs Kinderstück, gekonnt von den Schülern interpretiert, unter der einfühlsamen Regie von Dozent Roman Kohnle auf den Bühnenbrettern zu erleben, das sei sehenswert für Jung und Alt. „Wir sind stolz auf diese Produktion“, betonte Meyer. Da sich das Stück für die ganze Familie bestens eignet, wird es nach den Aufführungen für Kindergärten und Schulen im neuen Jahr neu aufgelegt.

Es macht einfach Spaß, wenn man die jungen Schauspieler Caterina Schäfer (1. Pinguin), Johannes Schöneberger (2. Pinguin), Franziska Schneider (3. Pinguin), Yvonne Hofmann (Taube) und Marvin Moers (Noah) spielen und singen sieht. In wochenlanger Probenarbeit haben sie zum Beispiel gelernt, sich wie Pinguine zu bewegen, und sich in die Handlung hineinversetzt. Roman Kohnle hat das Stück für alle Altersgruppen sensibel inszeniert.

Die Handlung spielt im ewigen Eis und Schnee. Drei watschelnde Gestalten betreten die Bühne. Doch die Pinguine langweilen sich, denn es passiert einfach nichts, außer, dass der Wind pfeift. Doch dann kommen plötzlich zuerst ein Schmetterling und dann eine Taube ins Spiel. Die Pinguine philosophieren über Gott, der dann dafür sorgt, dass tatsächlich noch viel mehr passiert: Die Sintflut setzt ein mit 40 Tagen Regen ohne Unterlass. Die Taube als Gehilfin Gottes verteilt Tickets für Noahs Arche, die jeweils zwei Geschöpfe jeder Art aufnimmt, um sie vorm Weltuntergang zu bewahren. „Das ist keine Luxuskreuzfahrt, sondern eine Rettungskation“, erklärt die Taube, als sie den drei Freunden eröffnet, dass leider einer von ihnen nicht mit darf.

„An der Arche um Acht“ heißt die Losung, und die drei Freunde finden eine Möglichkeit, einen von ihnen als blinden Passagier hinein zu schmuggeln. Was dann alles passiert, bringt das Ensemble der Theaterschule Aachen mit vielen Details auf die Bühne. So kümmert sich Marvin Moers neben seiner Rolle als Noah auch noch um Geräusche und Musik. Moderne Bildprojektionen sorgen für die Kulisse und versetzen die Zuschauer in eine Welt aus Eis und Schnee und tief in den Bauch der Arche.

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