Theaterdinner: Aachener Das Da Theater bietet Kunst

Theater-Dinner : Jetzt gibt es auch Kunst für den guten Zweck

Das Theater-Dinner der Das Da Bühne ist längst in seiner Kombination aus Bühnenwerk – mal dramatisch und mal amüsant – und kulinarischem Schmaus ein fester Bestandteil in der Aachener Kulturszene.

Jetzt wird dieses bemerkenswerte Format um ein Alleinstellungsmerkmal reicher, denn neben künstlerischer und kulinarischer Verwöhneinheit gibt es jetzt auch noch Zugaben von der Karte der darstellenden Kunst. Oder anders ausgedrückt: Auf Wunsch gibt es zu Schauspiel und Dinner auch noch ein Kunstwerk vom feinsten – so man die Scheckkarte dabei hat.

Klassische Win-win-Situation

Wenn es eine klassische Win-win-Situation gibt, dann hat der Lions Club Aachen in diesem Rahmen dafür gesorgt. Oliver Laven und Klaus Neusser hatten als Aachener Lions die Idee, die jährliche Benefizaktion des Clubs den beiden Aachener Hospizen zukommen zu lassen. Mit dieser Idee liefen sie bei Tom Hirtz, Leiter des Das Da Theaters, offene Türen ein. Aus den Überlegungen wurde schnell ein Konzept.

Den richtigen Rahmen bietet das Theater-Dinner, das bereits seit einiger Zeit mit Erfolg in Gut Hebscheid gezeigt wird. Tobias Steffen glänzt hier in der Rolle des Macho Man. Die entsprechende Kulisse wird er bei einigen Vorstellungen aber in variierter Form vorfinden, denn eine Staffelei fungiert als Halter verschiedener Kunstwerke. Und hier kommt der neue Charakter des besonderen Theater-Dinner ins Spiel. Verschiedene hochrangige Künstler haben Arbeiten gestiftet, die – in den Ablauf der Vorstellung integriert – für Haus Hörn und das Hospiz am Iterbach versteigert werden. Profitieren werden der Förderverein beziehungsweise der Freundeskreis der Hospize.

Es sind in der Tat bekannte Künstler, die mitmachen. Es gibt Gemälde des 2017 gestorbenen Dresdener Malers A.R. Penck, der beiden Aachener Maler Eric Peters und Detlef Kellermann sowie Fotoarbeiten des Sammlers und Fotografen Wilhelm Schürmann. Und jüngst konnten die Lions auch noch Wolfgang Binding und die Künstlerin Nina Nolte für sich gewinnen, die eine Arbeit zwischen Miro und Pop-Art hinzusteuert. Als Auktionatoren zwischen Hauptgang und Dessert fungieren der Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke sowie die Brüder Klaus und Andreas Petzold aus der Galerie am Elisengarten.

Man sollte, muss aber nicht Gast des schmackhaften Schauspiels sein. Auch ein gezielter Besuch zur Versteigerung ist möglich. Wer möchte, kann sich die Kunstwerke anschauen, sie sind bis Dienstag, 30. Oktober, während der Öffnungszeiten in der Kundenhalle der Sparkasse am Münsterplatz zu sehen.

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