Aachen: Theater wird teurer

Aachen: Theater wird teurer

Durchschnittlich um 15 Prozent, an manchen Stellen sogar um satte 35 Prozent sind durch den jüngsten Ratsbeschluss die Eintrittspreise für das Aachener Stadttheater und die Musikdirektion in der Spielzeit 2011/2012 erhöht worden.

Der Beschluss fiel einstimmig. Der Sprecher des zuständigen Ausschusses, Hubert Bruynswyck, machte in der Ratssitzung deutlich, dass die Erhöhungen von einer Allparteienkoalition getragen werden.

Schon im zuständigen Fachausschuss hatte der CDU-Mann im März darauf gedrungen, dass hier angesichts leerer Kassen kein Parteienstreit entstehen dürfe. Allerdings konnte sich Andreas Müller (Die Linke) nicht bremsen und merkte an, eine dermaßen „happige Erhöhung” solle nicht zur Gewohnheit werden, da solches Vorgehen das Publikum aus dem Theater treibe.

Der Ausschuss hatte im März der Theaterleitung den Auftrag erteilt, durch eine nicht geringe Änderung der Preisgestaltung die defizitären Finanzen besser in den Griff zu bekommen. So wird das große Opernabo nun 184 statt 157 Euro kosten, die Einzelkarte im Schauspiel kostet (Parkett 1) jetzt 34,40 statt 30 Euro.

Kurz zuvor war der Wirtschaftsplan von Theater und Orchester beschlossen worden - ebenfalls einstimmig. In seiner geänderten Fassung erhöhten sich die Ausgaben für den Spielbetrieb auf rund 18,2 Millionen Euro.

Die Tariferhöhung von 2010, höhere Aufwendungen bei Gastspielen und eine deutlich geringere Prognose für den Ticketverkauf wegen rückläufiger Besucherzahlen sind der Grund für einen um etwa 500.000 Euro höheren Betriebskostenzuschuss.