Aachen: Theater K zeigt „Die Schokoladend(r)amen“

Aachen: Theater K zeigt „Die Schokoladend(r)amen“

Am Ende ist alles Schokolade. Und am Anfang ganz sicher auch. Beim Stück „Die Schokoladend(r)amen“ im Theater K dreht sich alles um die süße Versuchung. Die süße Leidenschaft der Damen Marielle, Elodie und Liliane will therapeutisch aufgearbeitet werden.

Wo liegt das biografische Ereignis, das der Auslöser ist für ihre ungezügelte Leidenschaft? Dieser Frage gehen sie mit ihrer Therapeutin nach. Der gleitet die Therapie nach und nach aus den Händen. Und auch wenn es im Stück um Bulimie und Zwangsstörungen geht, ist es noch lange keine ernstgemeinte Aufarbeitung von psychischen Erkrankungen. Hinter allem stehe ein Augenzwinkern, meinen die vier Darstellerinnen, die sich ganz kurzfristig dazu entschlossen haben, die Schokoladend(r)amen im Theater K auf die Bühne zu bringen.

Mandana Mansouri hat die dunkle Boulevardkomödie ihres belgischen Großcousins ins Deutsche übersetzt und setzt darauf, dass das Aachener Publikum den belgischen Humor versteht. 2002 wurde das Stück erfolgreich beim Festival von Avingnon uraufgeführt und ist nun in Deutschland zum ersten Mal zu sehen. Durchzogen von bitter-süßen Liedern zeigt das Theater K „Le Mangeuses de Chocolat“ auf der Kammerspielbühne des Foyer Rouge.

Vier unterschiedliche Charaktere öffnen sich und erzählen aus ihrem Leben. Interessant ist dabei laut Darstellerin Annette Schmidt die Andersartigkeit der Kommunikation der einzelnen Figuren. Letztendlich soll sich zeigen, was Therapie leisten kann und was nicht. Ironisch setzt sich das Kammerspiel mit unserer Suche und Sucht nach Therapie auseinander. „Am Ende aber ist eben doch alles Schokolade“, meint Darstellerin Annette Schmidt.

Davon können sich die Zuschauer jetzt überzeugen. Die Premiere am Freitag, 11. Januar, ist allerdings bereits ausverkauft.