Aachen: Terrassenhäuser auf dem Würselener Wall

Aachen: Terrassenhäuser auf dem Würselener Wall

Es war die erste Planungsausschusssitzung der neuen Ratsperiode, in der der frisch gebackene Ausschussvorsitzende Harald Baal (CDU) sogleich alle Hände voll zu tun bekam. Zahlreiche Bürger wollten zur Fragestunde und hier insbesondere für den Erhalt des Rabentals auf Melaten demonstrieren.

Baal gab sich sehr gestreng, forderte die braven Demonstranten ultimativ auf, ihre selbstgebasteltes Leinentransparent wieder einzurollen. Dann wandte sich der Ausschuss dem erfreulicheren Thema Neubebauung auf dem Grundstück „alter Tivoli” zu. Architekt Hartmut Welters beschrieb das städtebauliche Konzept für den „Bebauungsplan 900, Krefelder Str./Emmastr.”. Es wurde einstimmig in seiner Variante 2, Titel „Grüne Mitte”, beschlossen. Einige Hinweise zur Vorsicht brachten die Fraktionsexperten noch unter.

So soll neben einem Drei-Sterne-Hotel an der Ecke Merowingerstraße/Krefelderstraße ein „Boarding House” entstehen, also kurzfristig vermietbare und möblierte Appartements für Aachen-Besucher, die etwas länger bleiben. Die 90 Wohneinheiten waren für die Ratsherren Norbert Plum (SPD) und Michael Rau etwas üppig ausgefallen, sie warnten wie auch CDU-Vertreter vor eventuellem Leerstand. Das Hotel ist für 120 Zimmer geplant.

Ansonsten fanden die Fraktionen das Bauvorhaben mit 3,8 Hektar Fläche durchweg gelungen. Die 130 Wohnungen sollen nicht nur Singles Platz bieten, sondern junge Familien wie auch „altersgemischte” Nutzungen sind vorsehen. Am zwölf Meter hohen Würselener Wall, dem Tivoli-Wahrzeichen, plant man Terrassen-Häuser für einen exklusiven Geschmack. Zur Versorgung soll eine Supermarkt mit „Vollsortiment” gebaut werde, dazu ist eine Kita geplant.