Aachen: TCHIK im Musikbunker: Ein Konzert voller Power, Bier und Ironie

Aachen: TCHIK im Musikbunker: Ein Konzert voller Power, Bier und Ironie

Schrill ist wohl das passende Wort, wenn man The Toten Crackhuren im Kofferraum (TCHIK) kurz beschreiben möchte. Verrückt oder außergewöhnlich würde es auch noch treffen.

Hinter diesem kuriosem Namen, der nach einem „weinseligen Abend einfach da war“, steckt eine ebenso kuriose Mädchen-Elektropunk-Band. „Deutschlands einzige und letzte Riot-Girl-Band“, wie die sieben Mädels selbst sagen. Ein Bild davon können sich Musikfans am Donnerstagabend im Musikbunker machen, wo sich die Band die Ehre gibt.

Gegründet wurden die Crackhuren bereits 2005, seitdem sorgen die Mädels, die sich Luise Fuckface, Netja Triebeltäter, Kristeenager und Stehfanje nennen, zusammen mit ihren Tänzerinnen Doreen, Nura und Tanna Biertier sowie den männlichen Tänzern, den „Toyboyz“, für mächtig Wirbel.

Deutschlandweit bekannt wurde die Band, als sie im vergangenen Jahr bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ für Sachsen antrat und dabei den neunten Platz mit „Ich brauch keine Wohnung“ belegten. Die Auswirkungen spüren die Crackhuren heute noch, wie Luise Fuckface augenzwinkernd erklärt: „Wir sind alle unglaublich fett geworden. Vor dem Wettbewerb waren wir fit, diszipliniert und sportlich. Das hat sich dort alles in Luft aufgelöst. Wir mussten uns nicht bewegen, nicht denken, wurden geschminkt und gemästet mit sehr leckerem Essen. Naja, ihr werdet die Schande ja sehen.“

Veröffentlicht hat die Band bislang zwei Alben. 2010 erschein „Jung, talentlos und gecastet“, 2013 folgte dann „Mama ich blute“. Und für letzteres hatten die Musikerinnen prominente Unterstützung. Unter anderem ist Bela B. als Gast vertreten. „Heute Abend haben wir praktisch ein Best-Of unserer vielen Superhits, viel Glitzer und Bier und natürlich auch ein paar Brüste am Start“, kündigt Luise Fuckface an, die zum Konzert sagt: „Er ist, wie jeder unserer Auftritte, besonders. Niemand weiß was genau passiert. Wer hat seinen Schlüpfer vergessen, wer spielt welches ,Instrument‘.“

Sicher ist: Es wird die Post abgehen. Die Songs der Crackhuren haben viel Power und stecken voller Rhythmus, genau wie die Mädels selbst, daher gebe es auch vorsichtshalber ein Glasverbot, sagt Luise Fuckface. Die deutschsprachigen Texte sind ironisch und total witzig. Für die Crackhuren ist es übrigens der erste Auftritt in Aachen und sie freuen sich auf „freuen uns auf viele süße Boyz und Girlz“.

Wer sich davon ein Bild machen möchte, der sollte am heutigen Donnerstagabend in den Musikbunker gehen. Einlass ist ab 20.00 Uhr.

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