Aachen: Taufe ist mehr als eine Zeremonie mit Wasser

Aachen: Taufe ist mehr als eine Zeremonie mit Wasser

Dass die Taufe mehr ist als eine Zeremonie mit Wasser und Gebeten, möchte die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) den Menschen wieder näher bringen. Sie lädt deshalb ein zu einem besonderen ökumenischen Gottesdienst für Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr, in die Auferstehungskirche, Am Kupferofen 19-21, ein.

„Getauft. Und sonst?” lautet die Überschrift, weil sich die Feier mit dem Taufgedächtnis beschäftigt. Taufe sei eine Zusage für den Bund mit Christus, erläuterte Martin Obrikat, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, den Sinn der Taufe. „Eigentlich muss man sich seine eigene Taufe immer wieder vergegenwärtigen”, denn die Taufe sage einem „du bist Gottes Kind”. „Taufe bedeutet, du bist etwas wert als Mensch”, ergänzte Siegmar Müller von der Freien Evangelischen Gemeinde. Insofern besitze die Taufe eine heilende Kraft.

Dass zur Taufe der christliche Glaube gehöre, bestätigte auch Karl-Peter Küpper vom Bistum Aachen. In der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen arbeiten verschiedene Kirchengemeinden zusammen, katholische, evangelische, alt-katholische, orthodoxe und die Vineyard-Gemeinde. Unter anderem organisieren sie gemeinsam Gottesdienste oder tauschen sich über bestimmte Themen aus. Seit 36 Jahren gebe es die ACK, und doch sei sie vielen immer noch nicht bekannt, bedauert Müller.

Über die hervorragende und freundschaftliche Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums freute sich Birgit Schindler von der Vineyard-Gemeinde und Vorsitzende der ACK. „Wir haben viel Gemeinsames gefunden, und dass wir im Herzen eins sind, das ist eine tolle Sache.” So war man sich in Gesprächen letztes Jahr auch einig über das Verbindende, das der Taufzeremonie innewohnt, obwohl die Konfessionen sie unterschiedlich gestalten.

„Das Gemeinsame finden” ist den Organisatoren wichtig. „Auf die Frage ?haben wir alle ein gemeinsames Bekenntnis? können wir Ja sagen”, so Obrikat. Deshalb wird bei dem Gottesdienst ein gemeinsames Glaubensbekenntnis gesprochen.

Etwaige Formulierungsunterschiede in den zeremoniellen Worten gleichen die Organisatoren aus, indem sie auf altkirchliche Formen zurückgreifen.

Viel Musik

Von „Feinstheiten in der Wortwahl” wollen sie sich jedenfalls nicht stören lassen. „Wir wollen, dass es ein lebendiger Gottesdienst ist”, sagte Obrikat. Deshalb fließt viel Musik in die Gestaltung ein. Darüber hinaus werden Gläubige von ihren Erfahrungen mit der Taufe erzählen.