Aachen: Tagesstätten mit Gütesiegel: Drei Familienzentren haben Pionierarbeit geleistet

Aachen : Tagesstätten mit Gütesiegel: Drei Familienzentren haben Pionierarbeit geleistet

Eigentlich haben sie allen Grund zum Jubeln. Drei Aachener Kindertagesstätten haben sich am Montag ihr offizielles Gütesiegel als NRW-Familienzentrum abgeholt. Allerdings mischt sich Unruhe in die Aufbruchstimmung.

Auch in den Familienzentren geht die Sorge um, dass das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das 2008 in Kraft treten soll, deutlich schlechtere Rahmenbedingungen schafft für die pädagogische Arbeit.

Die offizielle Plakette des Ministeriums hat gerade mal die Größe einer Badezimmerkachel. Die Inhalte des Projekts Familienzentrum sind dafür umso umfangreicher.

Deshalb krempeln die Teams jetzt erst recht die Ärmel hoch in der städtischen Kita Alfonsstraße, der AWO-Kita „Mittendrin” (die sogar einen Innovationspreis gewann) und der Kita „Clara Fey” (Caritas Lebenswelten). Gemeinsam mit 245 anderen Einrichtungen in ganz NRW haben die Aachener Familienzentren Standards erarbeitet für alle, die sich künftig auf den Weg machen. Sie haben gezeigt, wie man Familienbildung und -beratung in die Kita holt und wie man es anstellen kann, Anlaufstelle und Zentrum fürs ganze Viertel zu werden.

17 Einrichtungen in Aachen bewerben sich nun in der nächsten Phase als Familienzentrum. Sieben von ihnen wird der Kinder- und Jugendausschuss wohl nächsten Dienstag den Zuschlag geben. Sie alle werden profitieren von den Erfahrungen der Vorreiter. Ein simples Erfolgsrezept haben die Familienzentren allerdings nicht parat.

Schließlich müssen die Angebote „zu den Lebensbedingungen im Stadtteil und zu den Menschen passen”, hatte auch Minister Laschet betont. Und die neuen Strukturen müssen gemeinsam mit dem Team entwickelt werden”, betonen die Leiterinnen.

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