Aachen: Tagespflegehauses der Diakonie besteht seit 25 Jahren

Aachen : Tagespflegehauses der Diakonie besteht seit 25 Jahren

„Der Bedarf ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen“, sagt Ivonne Frieß, Leiterin des Tagespflegehauses der Diakonie. 16 Besucher zwischen 62 und 98 Jahren werden hier an sechs Tagen der Woche von 8.30 bis 16 Uhr betreut. Dabei verändert sich die Form der Betreuung zunehmend.

„Wir haben immer mehr Menschen unter 65 Jahren, die an Demenz erkrankt sind“, sagt sie. Auch der Umgang mit dieser Erkrankung habe sich Dank einer guten Öffentlichkeitsarbeit verändert und sei offener und transparenter geworden. Gemeinsam mit ihrem Team gibt sie den Besuchern eine feste Tagesstruktur und Bezugspflegepersonen kümmern sich um das Wohlbefinden eines jeden einzelnen.

Zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung kamen jetzt der Vorstand und Vertreter der vielen Kooperationspartner im Tagespflegehaus zusammen, um gemeinsam mit den Besuchern zu feiern. Die Nachfrage nach Tagespflegeplätzen ist offensichtlich so groß, dass die Diakonie laut Frieß in der Nähe von Baesweiler ein zweites Tagespflegehaus errichten wird. In Aachen kümmert sich weiterhin ein Team aus zehn Fachkräften und auch Hilfskräften um die Besucher. „Und immer wieder entscheiden sich Schüler, die die Einrichtung im Laufe ihres Freiwilligen Sozialen e kennengelernt haben, eine Ausbildung zur Pflegefachkraft zu machen“, so Frieß.

Zeitung und Kreuzworträtsel

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Tagespflegehaus der Diakonie bekommen die Besucher Gelegenheit, die Zeitung zu lesen und an der Lösung eines Kreuzworträtsels zu knobeln. Danach stehen Angebote wie Spaziergänge, Basteln und Singen auf dem Programm. Dank der Kooperation mit dem Uniklinikum und auch der Viktoriaschule bekommt die Einrichtung tatkräftige Unterstützung, wenn Ausflüge wie beispielsweise der Besuch des Weihnachtsmarktes, in den Tierpark oder zum CHIO auf dem Programm stehen. Besonderes Augenmerk legt das Team aber auch auf die Arbeit an den Biografien der Besucher. Wichtig sei das vor allem dann, wenn die Besucher später selbst keine Auskunft mehr geben können. Der Blick in die Biografie erleichtere dann den Zugang zu diesen Menschen, sagt Frieß.

Gekocht und gebacken wird direkt vor Ort, wobei die Besucher laut Frieß sehr gerne helfen dürfen. Im Tagesraum steht bereits ein Weihnachtsbaum, und ein Weihnachtskalender mit Nikoläusen hängt an der Wand. Am 6. Dezember wird es eine Nikolausfeier geben und am 14. Dezember ein gemeinsames Weihnachtsessen.

Zum 25-jährigen Jubiläum hielt Pfarrer Erik Schuhmacher in den Räumen des Tagespflegehauses eine kurze Andacht. Nach der kleinen Ansprache von Ivonne Fries wurde dann bei einem Buffet gefeiert.

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