Aachen: Tagesmütter und -väter sollen ins Kita-Portal

Aachen : Tagesmütter und -väter sollen ins Kita-Portal

„Der Bedarf ist da. Die Tagesbetreuung ist nachgefragt.“ Daran ließ Bettina Konrath, Geschäftsführerin des Vereins Familiäre Tagesbetreuung keinen Zweifel, als sie jetzt dem Kinder- und Jugendausschuss einen Tätigkeitsbericht lieferte.

Allerdings würde sie sich wünschen, dass die Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater den selben Stellenwert bekäme wie die Betreuung der Kinder in der Kita. Schön wäre also, wenn die Tagesbetreuung einen Platz im städtischen Kita-Portal im Internet bekäme, meint Konrath. Denn dies würde die Vermittlung erheblich vereinfachen.

Laut Konrath gibt es nicht mehr so viele Interessentinnen für den Einsatz als Tagesmutter wie früher. Viele Frauen und auch Männer würden den Schritt in die Selbstständigkeit scheuen, führte Konrath aus. Schwierig sei zudem auch die Vertretungsregelung. Denn wird die Tagesmutter einmal krank, kann man das Kind nicht ohne weiteres zu einer Vertretung schicken, die das Kind noch gar nicht kennt. Es muss also schon vorher entsprechende Kontakte geben. Hier wünscht sich Konrath mehr Transparenz bei entsprechenden Regelungen. Und wenn die Aufgabe, als Tagesmutter für Kleinkinder da zu sein, attraktiv sein solle, müsse auch die Bezahlung leistungsgerecht sein.

Derzeit werden 533 Kinder zwischen einem und zwei Jahren in der Tagespflege betreut. 551 Familien haben nach einem Platz gesucht. Laut Konrath kommt es nicht immer zur Vermittlung, auch wenn eigentlich noch Kapazitäten frei sind. Die Entfernung zur Tagesmutter spiele dabei eine große Rolle. In einem Flugblatt weist der Verein auf die Vorzüge der familiären Tagesbetreuung hin.

(mas)
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