Aachen: Tag der Integration: 5000 Besucher werden im Eurogress erwartet

Aachen : Tag der Integration: 5000 Besucher werden im Eurogress erwartet

„Das ist einfach sprühende Lebensfreude, die wir da seit Jahren erleben dürfen. Es sind Funken, die die Herzen der Menschen erreichen“, beschreibt die Aachener Integrationsbeauftragte Heidemarie Ernst voller Begeisterung, was sich seit elf Jahren beim Tag der Integration abspielt.

Diesmal steigt das multikulturelle Fest mit rund 5000 erwarteten Besuchern am Sonntag, 3. September, von 11.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Aachener Eurogress. Im Kongresszentrum an der Monheimsallee präsentieren sich insgesamt 200 Gruppierungen aus Aachen und der Umgebung — von A wie Alvetische Gemeinde Aachen bis Z wie Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid.

„Der Tag passt zur Integrationsarbeit der Stadt Aachen, die unter dem Motto „Aachen, das sind wir alle“ steht. Der Tag der Integration wird diesem Anspruch gerecht, denn er möchte ebenfalls alle Menschen erreichen“, erklärt Heidemarie Ernst, Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen. Der Tag sei vergleichbar mit einem — selbstverständlich größerem — Familienfest. Und solch ein Fest hat seine Rituale, zu denen die Begrüßungsstunde mit der multireligiösen Friedensfeier, die Preisverleihungen für den Integrationspreis der Stadt Aachen sowie Integration im Sport und die Saalwette gehören.

Bildung bis Unterhaltung

„Mit dem Programm von Bildung bis Unterhaltung erreichen wir einen enorm großen Querschnitt der Bevölkerung und erleben viel gegenseitige Wertschätzung“, freut sich Ernst über den Erfolg.

Da lädt „Ahoi — die Kunstwerkstatt der Kulturen“ die Besucher ein, sich kreativ auszutoben. Da gewinnen Interessierte in der Wanderausstellung „Kolonialgeschichte der Stadt Aachen“ spannende historische Einblicke. Da entführt der Zirkus Amany auf dem Außengelände in die bunte Welt des Zirkus. Mitbegründer Gerd Mertens, Referent im Aachener Büro der Regionaldekane/Bistum Aachen, sieht den Tag als wichtige Plattform an, sich zu begegnen, sich kennenzulernen, Neugierde zu wecken und voneinander zu lernen. „Von Essen über Tanz, Kunst, Sport und Podiumsdiskussionen bis hin zu Filmvorführungen ist für jeden etwas dabei. Was mich von Beginn an antreibt, ist, dass Bürger etwas für Bürger machen“, betont Mertens. Rund 100 Helfer sind im Einsatz.

Kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt werden in der oberen Etage angeboten. Für all das braucht es Platz. „Den stellen wir sehr gerne zur Verfügung. Wir haben hier den Raum, in dem sich die Menschen mit ihren Ideen ausleben können“, freut sich Gastgeberin Kristina Wulf, Geschäftsführerin des Eurogress Aachen, auf das Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern.

Denn zahlreiche Initiativen, Organisationen, Verbände, Vereine und andere Akteure gehören seit Jahren zum festen Stamm des Integrationstages. Überall auf den Bühnen, Fluren, im Foyer und auf dem Außengelände des Eurogress wird etwas los sein. Veranstalter sind die Stadt Aachen und das Bistum Aachen. Die Schirmherrschaft hat, wie in den Jahren zuvor, Oberbürgermeister Marcel Philipp übernommen. „Der Tag ist ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Wir erleben jedes Mal so viele begeisterte Akteure und Besucher, lassen uns gerne von ihrer Freude anstecken“, erzählt Rainer Beck, Veranstaltungsmanager des Eurogress.

Jecke Saalwette

Mit der diesjährigen Saalwette trägt Gerd Mertens dem elfjährigen Bestehen Rechnung: Er wettet mit Frank Prömpeler, Präsident vom Festausschuss Aachener Karneval, dass dieser es nicht schafft, 111 Migrantinnen und Migranten auf die Bühne zu holen, die sich im Aachener Karneval engagieren. „Bestes Beispiel hierfür ist Balam Byarubanga, der vor einigen Jahren als Balam I. Richtericher Volksprinz war. Treffpunkt für alle Karnevalisten mit Migrationshintergrund ist um 16.45 Uhr am Hinterausgang des Eurogress Aachen.

Infos zum Tag der Integration 2017 gibt es auf www.tagderintegration-aachen.de. Ein ausführliches Programmheft liegt auch am Tag selbst im Eurogress aus. Weitere Infos zur Integrationsarbeit in Aachen gibt es ...

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