Aachen: Suche nach neuem Personalchef der Stadt: Bewerber trifft auf Skepsis

Aachen: Suche nach neuem Personalchef der Stadt: Bewerber trifft auf Skepsis

Wie es aussieht, wird die Stadt Aachen eine weitere Runde einläuten müssen, um einen neuen Personalchef zu finden.

Nachdem in den Fraktionen Bedenken aufgekommen waren, der im AC-Verfahren siegreiche Kandidat könnte etwas zu intensiv einer Nebentätigkeit nachgehen, musste der 49-Jährige am Mittwoch noch einmal Rede und Antwort im Personal- und Verwaltungsausschuss stehen. Dem Vernehmen nach hat sein Auftritt nicht sonderlich überzeugt, quer durch die Parteien soll die Skepsis überwogen haben.

Wie berichtet, war den Kommunalpolitikern erst nach dem AC-Verfahren aufgefallen, dass der Bewerber nicht nur in einer Kommunalverwaltung tätig ist, sondern noch ein zweites berufliches Standbein hat, als Leiter eines Beratungsinstituts. Daraufhin wurde die Personalie wieder von der Tagesordnung des Rates genommen; ein Vorgang, der nicht gerade alltäglich ist.

Nach der Befragung im Ausschuss scheint festzustehen, dass die Chancen eines Amtsantritts in Aachen weiter gesunken sind. Ein Teilnehmer hatte den Eindruck, dass er von kopfschüttelnden Kollegen umgeben gewesen sei, „das Ding ist gelaufen”. Die Fraktionsspitzen äußerten sich zum Teil zurückhaltender. Heiner Höfken (SPD): „Ich glaube nicht, dass er noch eine Chance hat.” Michael Rau (Grüne): „Die Ausschusssitzung ist hilfreich gewesen.” Harald Baal (CDU): „Es sagt schon etwas aus, wenn das Verfahren in dieser Form abläuft.”

Die Fraktionen werden den Fall jetzt noch einmal bereden, wobei der Ausgang prophezeihbar ist: Die Suche nach einem Nachfolger für Rolf Kourten, der im Juni aufhört, beginnt von neuem.

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