Aachen: Stück für Stück stirbt der alte Tivoli

Aachen: Stück für Stück stirbt der alte Tivoli

Der Abriss des alten Tivoli schreitet erbarmungslos voran, Stück für Stück verschwindet der legendäre Kultkasten von der Bildfläche und macht Platz für Neues. Auf dem Gelände sollen eine Wohnsiedlung, Wohn- und Geschäftshäuser sowie ein großer Supermarkt entstehen.

Anfänglich war nicht so viel zu sehen vom Abriss - den zuallererst musste der Abrisstrupp Metall und Baustoffe entfernen, die nicht ohne Weiteres abgefahren werden konnten.

Mittlerweile ist jetzt aber das asbestverseuchte Dach verschwunden; auch die Mauern Sitzplatztribüne sind dem Bagger zum Opfer gefallen. Ungewöhnlich nackt sehen auch die Wälle aus: An Würselener und Aachener Wall ist der gesamte Beton weg. Der Würselener Wall, immerhin, bleibt erhalten - auf ihm können sich künftig betuchte Häuslebauer ein Heim in Hanglage bauen.

Zurzeit fressen sich die Bagger in die Stufen des legendären S-Blocks. Die Dachkonstruktion über der Stehtribüne ist nur noch ein Gerüst, auch hier hatte man während der Abrissarbeiten Asbest entdeckt.

Das Marathontor und der Spielertunnel bleiben vorerst stehen. Sie werden erst in einem der nächsten Abrissabschnitte weichen. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werden allerdings die markanten Flutlichtmasten fallen.

Bis zum Frühjahr 2012 soll der alte Tivoli endgültig Geschichte sein. Wo sich jetzt die Abbruchexperten austoben, werden ab 2013 die Betonmischer anrücken.

Mehr von Aachener Nachrichten