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Studierende geben Konzert in Kirche

Konzert mit Corona im Ohr : Gitarrenmarathon am Salvatorberg

Studierende der Musikhochschule eröffneten am Sonntag eine Kooperation mit dem Projekt des Sozialwerks mit einem fünffachen Live-Konzert.

Im Zwei-Stunden-Takt und insgesamt fünf Mal haben die Studierenden der Klasse von Professor Hans-Werner Huppertz am Sonntag die Kooperation von Salvatorberg und Musikhochschule mit einem Gitarrenmarathon in der Salvatorkirche eröffnet. Die vier Wiederholungen waren nötig, um den rund 200 Besuchern nach Monaten der Abstinenz ein Livekonzert unter Wahrung der Corona-Vorschriften zu ermöglichen.

Die Studierenden haben die fehlende Konzertpraxis allerdings mit einem hohen Maß an Professionalität überspielt und die Zuhörer von Beginn an in ihren Bann gezogen. Den Anfang machte Karolina Dzikowska, die sich für Musik von Francisco Tarrega entschieden hatte. Es folgte Niklas Halm, der sehr klangvoll die Sonatina in A-Dur von Federico Moreno Torroba zu Gehör brachte. Von Agustin Barrios Mangore spielte Sehun Lim das melancholische Preludio c-Moll und die technisch anspruchsvolle Mazurka Apasionada mit großer Bravour. Hanyuan Dong beindruckte mit seiner Darstellung des virtuosen Fandangos und der extrem komplexen Passacaglia aus der Feder von Joaquin Rodrigo. Für Erstaunen sorgte der Masterstudent Luke Pan mit der Gran Jota ebenfalls von Francisco Tárrega. Das Werk enthält eine Vielzahl von verblüffenden „Tricks“ der Gitarrentechnik.

Das größte Erstaunen im Publikum löste der authentische Klang einer Trommel aus, der einer der zahlreichen Variationen über das alte spanische Thema unterlegt war. Zum gemeinsamen Ausklang im Garten geleitete Nikolai Studenikin mit einer gefühlvollen Interpretation einer Milonga von Jorge Cardoso und seiner virtuosen Darstellung des Walk Dance von Miroslav Tadic.

Der Salvatorberg ist ein Projekt des Sozialwerk Aachener Christen. Mehr Informationen gibt es auf dieser Website: www.sozialwerk-aachen.de