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Aachen: Studenten am Studieren gehindert?

Aachen : Studenten am Studieren gehindert?

„In den Semesterferien ist Prüfungszeit.” Daran hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen jetzt die Hochschulleitung nachdrücklich erinnert. Denn die Studentenvertreter beklagen eine häufige Belegung des Kármán-Auditoriums durch Tagungen in der vorlesungsfreien Zeit, was zu einer Blockierung von Lernräumen führt.

„Es kann nicht sein, dass Studierende, die sich auf Prüfungen vorbereiten müssen, vor die Türe gesetzt werden, damit die Hochschule mit der Vermietung der Gebäude Geld machen kann”, erklärt AStA-Sozialreferent Conny Hulverscheidt.

Die Studenten haben aus Protest gegen den derzeitigen Mangel vor dem Hauptgebäude ein Lernzelt aufgebaut. „Wir wollen damit den Studierenden die Möglichkeit geben, sich auf ihre Prüfungen vorbereiten zu können”, meint AStA-Pressesprecher Florian Hillebrand.

Die RWTH hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der jetzt stattfindenden Tagung der Vereinigung „Unitech” sei die Hochschule selbst Mitglied, erklärte Pressesprecherin Renate Kinny. „Es ist für uns kein Geschäft,” fügte sie hinzu, es werde vom Veranstalter lediglich eine Aufwandsentschädigung verlangt. Außerdem werde das Gebäude nur an Verbände „meist mit öffentlichem Hintergrund” vermietet, nicht an kommerzielle Projekte. „Auch wir sind über den jetzigen Zustand nicht glücklich.”