Aachen: Straßenfußballturnier „Kick racism out“: Faire Spiele in den Sand gesetzt

Aachen : Straßenfußballturnier „Kick racism out“: Faire Spiele in den Sand gesetzt

„Aus der Streettour ist eine Beachtour geworden“, meint Sebastian Feis, Fanprojekt der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zum ersten Mal spielten die jungen Streetfußballer in der „halle“ am Grünen Weg. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Feis meint, denn er wollte — nach einem Blick auf die Wetterprognose — nicht riskieren, dass das Fußballturnier „Kick racism out“ sprichwörtlich ins Wasser fällt.

Kurz entschlossen buchte er die Sandplätze in der Halle am Grünen Weg und ließ die Jungen und Mädchen dort spielen.

Seit Jahren schon organisiert Sebastian Feis dieses Straßenfußballturnier, das ganz im Zeichen des „Fair Play“ und friedlichen Miteinanders unterschiedlicher Nationen steht. Seinen Ursprung hat das Turnier in einem Dortmunder Fan-Projekt, in dessen Rahmen mobile Fußballfelder entwickelt wurden, die problemlos überall aufgebaut werden können.

Respekt im Mittelpunkt

Auf dem Feld stehen dann jeweils drei Spieler: Einen Torwart oder einen Schiedsrichter gibt es nicht. Die Jugendlichen sollen allein zurechtkommen, aber die Erfahrung habe gezeigt, dass es sinnvoll sei, „wenn da jemand drauf gucke“, so Sebastian Feis. Aber dieser „Schiedsrichter“ kommt so wenig wie möglich zum Einsatz.

Der Wechsel vom Streetfußball zum Beachfußball hat die jungen Spieler offensichtlich nicht weiter beeindruckt. Etwa 120 Schüler aus Schulen in Aachen und der Städteregion waren vor Ort. Und auch die Lehrer hatten laut Feis kein Problem mit der neuen Lokation. Alle zogen brav ihre Schuhe aus und liefen barfuß durch den Sand. Und dann konnte es auch schon losgehen. „Wir haben diesmal zum ersten Mal auch reine Mädchenteams und lassen sie gegeneinander spielen“, erzählt Feis. Ansonsten gibt es neben den Jungenmannschaften auch gemischte Teams. Die erste vier Mannschaften bekommen einen Pokal, Medaillen gibt es für alle, ebenso wie einen Beutel mit Apfel, Müsliriegel und Wasser: Sportlernahrung, wie Feis meint.

Das Gewinnen soll an diesem Tag nicht im Mittelpunkt stehen. Wichtig ist, dass die Jungen und Mädchen fair miteinander umgehen und sich respektieren. Und das Spielen im Sand machte ihnen offensichtlich sehr viel Spaß. Während die einen auf dem Feld standen und kickten, nutzten andere die Chance, ein bisschen Volleyball zu spielen.

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