Aachen/Stolberg: Stolberger als wandelndes Drogenversteck

Aachen/Stolberg: Stolberger als wandelndes Drogenversteck

Als regelrechte Wundertüte in Sachen Drogenbesitz entpuppte sich ein junger Mann, den Beamte der Bundespolizei am Dienstagabend in einem Zug zwischen Stolberg und Aachen kontrollierten. Verraten hatte er sich den Polizisten durch seinen Geruch.

Gegen 20.30 Uhr wurden die Ordnungshüter in der Regionalbahn 33 auf Höhe des Bahnhofs Aachen-Rothe Erde auf den 25-Jährigen aufmerksam, weil er laut Polizeibericht „sehr stark nach Marihuana roch“. Auf die Frage, ob er Drogen oder sonstige verbotene Gegenstände mit sich führte, verneinte der Verdächtige dies allerdings energisch.

Es half ihm nichts. Die Beamten durchsuchten zunächst seine Jackentaschen und stießen sofort auf ein Tütchen mit 2,3 Gramm Marihuana. In einer Zigarettenschachtel versteckt fanden sich weitere 2,7 Gramm. Schließlich entdeckten die Beamten noch vier in Plastikfolie verpackte Marihuanablüten, die, so der Bericht weiter, „den Schluss zulassen könnten, dass das Rauschgift möglicherweise aus eigenem Anbau stammt“. In der Innentasche der Jacke des Mannes entdeckten die Polizisten schließlich noch ein griffbereites Reizstoffsprühgerät.

Für den jungen Stolberger war die Reise am Aachener Hauptbahnhof damit vorbei. Nicht zu Ende war die Suche nach Drogen an seiner Person. Unter seiner Kleidung wurden die Beamten dann erst richtig fündig: Noch einmal stolze 110 Gramm Marihuana kamen ans Tageslicht.

Rauschgift und Sprühgerät wurden beschlagnahmt, eine Wohnungsdurchsuchung in die Wege geleitet. Auf den 25-Jährigen kommt nun zumindest ein Verfahren wegen Einfuhr und Besitz von Betäubungsmitteln zu, dazu ein weiteres wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen dauern an.

(red/pol)