"Sternenstaub": Letzte Schau des Kulturwerks in den Aachen-Arkaden

Kultur in Aachen : Imposante Botschaften aus der Bibel

Der niederländische Künstler Luc ten Kloosters präsentiert unter dem Titel „Sternenstaub“ die letzte, imposante Schau des Kulturwerks vor dessen Umzug aus den Aachen-Arkaden. Zum Abschluss am 9. Oktober gibt es eine Performance im Haus an der Trierer Straße 1.

Monumental hängen gewaltige Friese an den Wänden des Ateliers im Obergeschoss, nahezu biblisch ist ihre Anmutung. Dicht gedrängt sitzen und stehen scheinbar nackte Menschen beieinander, ihre Körper sind mit Lehm und Sand bedeckt. In der Mitte hält eine Justitia die Waagschalen im Gleichgewicht, kritisch und bewundernd zugleich beäugt von den Besuchern. Vierteilig ist der gigantische Wandteppich, der mit seiner Botschaft den Betrachter staunen lässt angesichts der Wucht, mit der er konfrontiert wird. Lateinische und niederländische Texte gemahnen gleichermaßen an die Vergänglichkeit wie an die ewigen Werte in biblischen, spirituellen und humanistischen Botschaften.

Geschaffen hat das gewaltige Werk der niederländische Künstler Luc ten Klooster, der sich hauptsächlich als Fotograf versteht und mit 21 Modellen die ergreifende „Sternenstaub“-Szenerie geschaffen hat: „Es geht um die Erde, die Menschheit und um biblische Metaphern, ohne religiös zu sein. Ich habe etwa 1000 Fotos mit meinen Modellen gemacht und war mehr als zwei Jahre damit beschäftigt, aus den Aufnahmen aus alten niederländischen Gesangbüchern diese großen Wandteppiche zu machen“, erklärt der Künstler. „Letztendlich ist unsere Vergänglichkeit das Thema“, sagt er womöglich nicht zuletzt mit Blick auf das nahende Ende einer kreativen Ära in den Arkaden. „Nach acht Jahren muss das Kulturwerk nun diese Räume verlassen“, bedauert die neue Vorsitzende Gerda Zuleger. „Aber wir sind dankbar, dass wir so lange bleiben durften.“ Bald steht das große Aufräumen an.

Nicht schlecht findet Gerda Zuleger die Idee, als „flying gallery“ an wechselnden Orten in der Stadt weiterzumachen, wenn sich kein Raum für längere Dauer finden sollte. „Dann können wir mit unseren Veranstaltungen zu den Menschen in die Innenstadt gehen, und sie müssen nicht zu uns kommen. Das hat auch seinen Reiz.“ Erst einmal aber geht es nun darum, die Finissage von „Sternenstaub“ zu feiern, bei der es als Highlight eine Performance zu den außergewöhnlichen Arbeiten gibt. Sie ist am Samstag, 9. November, von 17 bis 19 Uhr, in den Arkaden an der Trierer Straße 1 zu erleben.