Aachen: „Sterne des Sports“ gehen bereits in die zweite Runde

Aachen : „Sterne des Sports“ gehen bereits in die zweite Runde

Ob Fußball, Schwimmen, Leichtathletik, Tennis oder Judo: Sportvereine sind viel mehr als nur Institutionen, die ihre Mitglieder regelmäßig ins Schwitzen kommen lassen. Sportvereine bedeuten Zusammenhalt, Ehrenamt und Engagement in vielfältiger Art und Weise. Genau dieses Engagement wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volks- und Raiffeisenbanken jährlich ausgezeichnet.

Die „Sterne des Sports“-Preisverleihung gibt es bereits seit 2004. Aktuell läuft wieder die Bewerbungsphase — auch in unserer Region.

„Wir wollen mit unserem Wettbewerb Vereine auszeichnen, die sich auf irgendeine Art und Weise besonders engagieren“, sagt Janin Vreydal von der Pressestelle der Aachener Bank. Es gehe darum, die Arbeit von Sportvereinen zu würdigen, die jenseits von Medaillen und Rekorden liege und daher zu oft unbemerkt bleibt.

Die Möglichkeiten, wie genau dieses Engagement aussehen kann, sind unbegrenzt: „Ob sich ein Verein nun besonders stark macht für die Inklusion von Menschen mit Behinderung, für Familien oder beispielsweise auch im Umweltschutz aktiv ist: Alle können sich bewerben.“

Bewerben lohnt sich finanziell

Und das Bewerben lohnt sich auch finanziell: Für den dritten Platz gibt es auf der regionalen Ebene ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Der Zweitplatzierte erhält 1000 Euro und der Gewinner des „Bronze“-Sterns in Aachen bekommt 1500 Euro. „Teilnahmeberechtigt sind alle Vereine, die unter dem Dach des DOSB organisiert sind“, erklärt Janin Vreydal. Das treffe aber auf so gut wie alle Sportvereine zu.

Besonders interessiert sich die Jury, zu der übrigens auch der Zeitungsverlag Aachen gehört, für die Frage, welche Wirkung das Projekt über den Verein hinaus hat. Weiterhin ist von Interesse, ob es für das Projekt oder für das Engagement, mit dem man sich bewirbt, vielleicht einen besonderen Anlass gibt. Auch die Frage der Übertragbarkeit auf andere Vereine des Projekts und ob und wie der Verein über sein Projekt informiert, im Netz oder analog, wird abgeklopft. Die Themen Vernetzung und Innovation fließen ebenfalls in die Entscheidung der Jury mit ein.

Mädchenförderung erfolgreich

Es ist bereits das zweite Mal, dass die Aachener Bank sich an dem „Sterne des Sports“-Wettbewerb beteiligt. Im vergangenen Jahr wurde der Aachener Förderverein Integration durch Sport für sein Projekt „Mädchen mittendrin“ ausgezeichnet. Dabei werden an sechs Brennpunktschulen Mädchen aus verschiedensten Kulturkreisen im Grundschulalter in Fußball-AGs trainiert. Außerdem werden jährlich Fußballcamps in der Eifel organisiert.

Die Aachener Bank betreut den Wettbewerb für Vereine aus ihrem Bereich, also beispielsweise aus Aachen, Jülich, Alsdorf und Baesweiler. Aber auch Vereine aus den Einzugsgebieten anderer Volks- und Raiffeisenbanken könnten sich am Wettbewerb beteiligen, betont Janin Vreydal. Wenn solche Bewerbungen in Aachen eingehen, werden diese dann gegebenenfalls an das zuständige Geldinstitut weitergeleitet.

Das Bewerbungsverfahren für den Wettbewerb läuft komplett über das Internet. Teilnahmeschluss ist der 29. Juni. Auf dem Webauftritt der Aachener Bank können interessierte Vereine das entsprechende Bewerbungsformular ausfüllen. Wichtig ist, den Namen des Projekts anzugeben, das Engagement kurz zu beschreiben und zu sagen, wer dahinter steckt. „Wer mag, kann seine schriftliche Bewerbung noch mit Videomaterial oder Fotos anreichern“, schlägt Janin Vreydal vor.

(red)
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