Aachen: Steinlieferant schließt Kinder- und Zwangsarbeit aus

Aachen: Steinlieferant schließt Kinder- und Zwangsarbeit aus

Nach mehrwöchiger interner Prüfung ist die Stadtverwaltung überzeugt, bei der Bestellung der asiatischen Natursteine für den Templergraben alles richtig gemacht zu haben.

Wie Baudezernentin Gisela Nacken jetzt in einem Schreiben an das Bündnis „FAIRhandeln“ mitgeteilt hat, habe man demnach schon im Ausschreibungstext von den Lieferanten der Steine den Nachweis verlangt, dass die Produkte „ohne ausbeuterische Kinderarbeit“ und unter „menschenwürdigen Arbeitsbedingungen“ produziert und geliefert werden müssten.

Die in Aachen vor Super C und RWTH-Hauptgebäude verbauten Steine wurden über das Berliner Steincontor Besco bezogen, das in einer „Selbstverpflichtung“ erklärt, regelmäßig selbst — auch unangekündigt — die Steinbrüche in China und Vietnam zu kontrollieren. Diesen Produzenten würde die Einhaltung sozialer und ökologischer Kriterien nach internationalen Normen (ILO) vorgegeben. Arbeitende Kinder und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen habe man dort nie feststellen können. Besco wird im Bundesbaublatt als zertifizierter Partner von „Fair Stone“ bezeichnet.

Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass die Steine am Templergraben aus Asien stammen. Vor allem das Bündnis „FAIRhandeln“ äußerte Zweifel, dass sich die dortigen Produktionsmethoden mit den Ansprüchen der Fairtrade-Stadt Aachen vertragen.

(gei)
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