Aachen: Stawag Music Award: „Waiting for the Winter“ siegt mit ruhigen Tönen

Aachen : Stawag Music Award: „Waiting for the Winter“ siegt mit ruhigen Tönen

„Die Anspannung kommt erst, wenn wir auf der Bühne stehen und es losgeht“, sagte Chiara von der Band „Waiting for the Winter“. Deshalb schlenderte die Sängerin und Gitarristin ein paar Minuten vor ihrem Auftritt noch über den Marktplatz, um die Atmosphäre vor der Bühne wahrzunehmen. Die Gewinner des Online-Votings traten beim 13. Stawag Music Award gegen vier andere Bands aus Aachen und der Region an.

Ihre musikalischen Gegner: „Gandho & Emilid“, „MoFo & The Sexy Humans“, „Prism“ und „Sir T“. Unser Redakteur Robert Esser und Antenne-AC-Moderatorin Christina Kaminski führten durch den Wettbewerb, der für einen gut gefüllten Marktplatz sorgte.

Lauter Gewinner: Die Finalisten beim Stawag Music Award begeisterten mal wieder zahlreiche Musikfans. Die Nase ganz vorne hatte am Ende die Band „Waiting for the Winter“. Foto: Andreas Steindl

Bevor die Gruppe „Waiting for the Winter“ die Bühne betrat, heizten die Vorjahrssieger und aktuellen Jury-Mitglieder „The Constant“ dem Publikum ein. Ihr Bekanntheitsgrad ist dank des Wettbewerbs erheblich gestiegen. Genau das ist es, was die teilnehmenden Bands besonders schätzen. „Wir freuen uns einfach, dass wir unsere Musik einem großen Publikum präsentieren können und dadurch bekannter werden“, betonte Chiara. Starke Texte und ruhige Töne sind das Markenzeichen der Akustik-Folk-Pop-Truppe.

Die Sieger: „Waiting for the Winter“ bei der Arbeit. Foto: Andreas Steindl

Deutlich lauter ist das bei „Prism.“ Die Alternative-Metal-Gruppe besteht in dieser Formation erst seit April. Zufrieden stellten die Musiker fest, dass ihre Musik, eine Kombination aus groovigen Parts und härteren Passagen, richtig gut ankam.

Aus ganz verschiedenen Teilen Europas stammen die vier Jungs der Band „MoFo & The Sexy Humans“. So bunt gemischt wie ihre Herkunft ist auch die Sprache der Band, die die meisten Texte zwar auf Deutsch oder Englisch singt, aber auch Passagen auf Französisch oder Russisch. Rap, Funk und Rock machten den Sound der Gruppe auf der Bühne unverwechselbar.

Bei „Gandho & Emilid“ kamen vor allem Freunde des Raps auf ihre Kosten. Walid Ndaruhutse und Gandho Sylla rappten über ihre Erfahrungen in Aachen, über Freundschaft und Liebe sowie über den Alltag in einer für sie fremden Kultur.

Den Abschluss des Stawag Music Awards bildete „Sir T“. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbes präsentierte ein Künstler den „Afro-Pop“. Für „Sir T“, der mit bürgerlichem Namen Yaovi Kpodo heißt, ein besonderer Moment.

Schon während des Wettbewerbs konnten Interessierte erstmals per App beim NetAachen-Voting für ihren Favoriten stimmen.

Nachdem sich auch die Jury beraten hatte, standen die Sieger fest. „Waiting for the Winter“ freuten sich nicht nur über den Award, auf sie wartet zudem ein Tag im FreshArt-Tonstudio von Frank Stumvoll. Dort wird sowohl ein Song aufgenommen als auch ein dazugehöriges Video gedreht. Vielleicht ist dies der Beginn einer ganz großen Karriere.

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