Aachen: Startschuss für den 1. Solar-Cup: Sonne statt Benzin

Aachen: Startschuss für den 1. Solar-Cup: Sonne statt Benzin

Wie flott ein mit Solarkraft angetriebenes Bobby-Car fahren kann, das bleibt abzuwarten. Jetzt wurden erst einmal sechs Aachener Schulen mit einem entsprechenden Bausatz ausgestattet: Sie werden in den kommenden Monaten in Kooperation mit verschiedenen Firmen basteln und tüfteln, um beim großen Rennen am 11. September das schnellste Gefährt zu ermitteln.

„Es war noch nie so leicht, Unterstützung zu finden”, freut sich Yvonne Debald, eine der Projektleiterinnen, denn der „Erste Aachener Solar Cup” löst offensichtlich schon im Vorfeld allgemeine Begeisterung aus.

Beim offiziellen Auftakt im Super C am Templergraben nahmen die teilnehmenden Schulen jetzt die Bausätze entgegen. Da gab es unter anderem ein Bobby-Car, einen Elektromotor, ein Solarmodul und einen Anhänger. Die einzelnen Teile sollen nun von den Schülern so zusammengebaut werden, dass das Ergebnis möglichst schnell über die Rennstrecke auf dem Gelände der Stawag rauscht.

Im Übrigen empfiehlt es sich, einen besonders kleinen und leichten Fahrer zu wählen. Er selbst komme als Pilot also kaum in Frage, scherzte Oberbürgermeister Marcel Philipp, Schirmherr der Veranstaltung und an die zwei Meter groß. Das Rennen im September werde er sich aber unter keinen Umständen entgehen lassen.

Passt perfekt in die Region

Laut Yvonne Debald passt der Wettbewerb perfekt in die Region: In Aachen hätten die Automobilindustrie und die Entwicklung innovativer Technologien immer eine große Rolle gespielt. Und Baudezernentin Gisela Nacken versteht das Vorhaben als Sahnehäubchen auf dem sich dem Ende zuneigenden Projekt „Stadtteilerneuerung Aachen-Ost”. „Wir wollen ja nicht nur in Steine investieren, sondern auch in Menschen”, betonte sie während der Auftaktveranstaltung zum Solar Cup.

Bei dem Wettbewerb geht es neben dem Bau des schnellsten Bobby-Cars vor allem auch darum, mit Firmen zu kooperieren, das eigene Konzept zu dokumentieren und unter dem Titel „Mein Arbeitsplatz der Zukunft” einen kleinen Aufsatz zu schreiben. „All diese Punkte werden später bei der Ermittlung des Siegerteams berücksichtigt”, so Projektleiterin Stefanie Grote.

„Wir nehmen die Solarenergie sehr ernst”, erklärte Dr. Peter Asmuth vom Vorstand der Stawag, die das Projekt als Hauptsponsor unterstützt. Die Solarenergie werde in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Er hofft nun am Tag des Rennens auf viel Sonne, damit die kleinen Solarautos auch richtig schnell werden können.

Die teilnehmenden Schulen

Die teilnehmenden Schulen und ihre Partner: Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße in Kooperation mit der Aseag, Gemeinschaftshauptschule Eilendorf mit der Haugg Kühlerfabrik, Maria-Montessori-Gesamtschule mit dem Institut für Kraftfahrzeugtechnik der RWTH Aachen und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen, Martin-Luther-King-Schule mit der Solitem GmbH, Geschwister-Scholl-Gymnasium mit der Isatec GmbH und die Förderschule am Kennedypark in Kooperation mit Derondeau Motorentechnik.