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Kooperationen mit Teststellen möglich: Städteregion will Grundschulen bei Schnelltests unterstützen

Kooperationen mit Teststellen möglich : Städteregion will Grundschulen bei Schnelltests unterstützen

Die kurzfristig geänderte Teststrategie in Grundschulen hat für viel Aufregung gesorgt. Die Städteregion will den Schulen jetzt unter die Arme greifen.

Die Städteregion will den hiesigen Grundschulen angesichts der kurzfristig geänderten Teststrategie unter die Arme greifen. „In den letzten Tagen gab es viel Verwirrung und auch Ärger bezüglich des Testverfahrens an den Schulen“, wird Städteregionsrat Tim Grüttemeier in einer Pressemitteilung von Freitag zitiert. „Die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und auch die Lehrerinnen und Lehrer haben unsere Unterstützung verdient, denn sie sind eh schon sehr belastet“, sagt er weiter. Am Freitag hat die Städteregion Aachen deshalb Wege aufgezeigt, um den Eltern und Schulen im Rahmen dessen, was der Kommunalverbund beeinflussen kann, so gut wie möglich zu helfen, teilt das Presseamt mit.

In den Grundschulen werden aktuell sogenannte Lolli-PCR-Pool-Tests durchgeführt. Fällt der Pool-Test positiv aus, soll mit Schnelltests eine Einzelprüfung in den Schulen stattfinden. „Diese Lösung ist nicht für alle Schulen gleichermaßen sinnvoll und gut durchführbar“, sagt Michael Ziemons, Gesundheitsdezernent der Städteregion. „Schulen sind keine Testzentren, Lehrer haben wirklich andere Dinge zu tun, und gerade berufstätige Eltern brauchen praktikable Lösungen.“

 Insbesondere dort, wo Kinder mit dem Bus zur Schule fahren, sei es sinnvoll, dass diese vorher getestet werden. Außerdem könnten nicht alle Eltern warten, ob das Kind kurz nach Unterrichtsbeginn vielleicht wieder nach Hause geschickt wird, sondern brauchten ein Ergebnis rechtzeitig, bevor sie zur Arbeit fahren. Daher habe die Städteregion die Bürgerteststellen dazu aufgerufen, ihre Öffnungszeiten auf sieben Uhr morgens vorzuverlegen, um Eltern die Möglichkeit zu geben, mit ihren Kindern vor Schulbeginn in die Bürgerteststelle zu kommen. Die Teststellen, die dies ermöglichen, werden sobald wie möglich mit einer Liste bekanntgegeben.

Gleichzeitig gibt es nach Angaben der Städteregion Grundschulen, die mit der Durchführung der Nachtestungen vor Ort vor große Herausforderungen gestellt werden. „Die Städteregion wird deshalb genehmigen, dass Teams aus Bürgerteststellen in die Grundschulen kommen, um dort Bürgerschnelltests zur Auflösung der Pools durchzuführen“, erläutert Städteregionsrat Grüttemeier.

In den Schulen ist bei der Durchführung der Tests die Einhaltung größtmöglicher Hygienestandards Pflicht. Bislang war das nicht erlaubt. Nach Vorgaben des Landes sollen die sechs- bis zehnjährigen Kinder die Tests selbst vornehmen, wenn auch unter Aufsicht der Lehrer. In der Praxis sind einige Schüler aber durchaus auf Hilfe angewiesen. Schutzausrüstung für die Lehrkräfte, wie sie zum Beispiel in Testzentrum Standard sind, gibt es allerdings nicht.

Nach Auskunft der Städteregion können Grundschulen und Teststellen selbständig eine Kooperation vereinbaren. „Die Regelung gilt ausschließlich für die Grundschulen und die Durchführung von Bürgertests zur Auflösung von Pool-PCR-Testungen. Sie endet sofort, wenn die Landesregierung neue Vorgaben im Testverfahren macht, und beispielsweise die Lolli-PCR-Pool-Tests abschafft“, so die Städteregion.

Natürlich sei es möglich, dass sich bei dieser Gelegenheit auch andere Schulangehörige testen lassen. Die Tests werden demnach als normale Bürgertests angesehen und zusammen mit den anderen Tests von der Teststelle abgerechnet, so dass den Grundschulen dadurch keine Kosten und kein Aufwand entstehen.

(red)