Städteregion: Plakate thematisieren Gewalt gegen Frauen

Plakat-Aktion in der Städteregion : Frauennetzwerk: Gewalt gegen Frauen nicht dulden

Das Frauennetzwerk der Städteregion feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. In dieser Zeit haben die Mitwirkenden gemeinsam mit anderen Organisationen und Institutionen viel zu den Themen Aufklärung und Gleichberechtigung erreicht sowie auf unzählige Missstände hingewiesen. Gewalt gegen Frauen ist aber immer noch ein Thema.

Es sei in unserer Gesellschaft immer noch nicht selbstverständlich, dass Frauen und Mädchen ohne verdeckte und offene Gewalt oder Gewaltdrohung leben können, mahnt Prof. Dr. Edeltraud Vomberg, Dezernentin für Soziales und Gesundheit der Städteregion. Das belegt auch die Anfang der Woche von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vorgelegte „Kriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017“.

Aus diesem Grund hat das Frauennetzwerk die Plakatwandaktion der Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt in die Region geholt: „Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar. In der Städteregion Aachen und überall.“ Die Kölner Fotografin Bettina Flitner hat mit einer würdevollen und aussagekräftigen Darstellung von drei Frauen aus drei Generationen ein Statement gesetzt, das nun auf sechs großen Plakatwänden in Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Simmerath, Stolberg und Würselen zu sehen ist. Auch in der Stadt Aachen wird die Darstellung auf 80 „citylights“ bis zum 24. November zu sehen sein.

Mahnung und Forderung

„Das Plakat ist eine Klarstellung, eine Mahnung und eine Forderung. aktiv Stellung zu beziehen. Es soll die Thematik rund um Gewalt an Frauen, die jede treffen kann, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und diese sensibilisieren“, erklärt Silke Tamm-Kanj, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Städteregion. „Vor allem Männer sollen nicht wegsehen, wenn im Bekanntenkreis, im Arbeitsalltag, in der Familie oder sonst irgendwo Frauen bedrängt, belästigt oder beleidigt werden“, fügt sie hinzu.

Die Aussage „Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar“ spielt dabei deutlich auf den ersten Artikel des Grundgesetzes an. „Das ist angemessener als Szenen von Gewalt auf Plakate zu drucken. Auf diese Weise erreichen wir die Menschen und vermitteln eine klare Botschaft gegen Gewalt, ohne diese explizit zu zeigen“, sagt Sibylle Keupen, Vorsitzende des Frauennetzwerks. Der Zeitraum für diese Aktion sei ganz bewusst gewählt: Am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

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