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Aachen: Stadtplan soll bei der Integration helfen

Aachen : Stadtplan soll bei der Integration helfen

Erst fünf Jahre lebt Ali Ismailovski in Aachen, doch schon lange fühlt er sich als Deutscher. „In Mazedonien bin ich geboren, Deutschland ist meine Heimat”, erklärt der 33-Jährige. Hier leben seine Freunde, hier hat er eine Familie gegründet, eine Arbeit gefunden.

Dass das Einleben in einem fremden Land mit vielen Hindernissen verbunden ist, erfuhr Ismailovski am eigenen Leib. Er möchte, dass dieses Einleben zukünftigen Migranten leichter fällt.

Ismailovski hat mitgewirkt in der Arbeitsgruppe Einwanderung, bestehend aus dem Paritätischen, der Stabstelle Integration, dem Eine-Welt-Forum und Café Zuflucht. Die Gruppe hat einen ganz besonderen Stadtplan entworfen. Im Handtaschenformat gibt er Standorte und Kontaktdaten wichtiger Einrichtungen für „Neu-Aachener” an.

„27 Verweise, darunter das Gesundheitsamt, die Agentur für Arbeit oder das Integrationsbüro, sollen beim Einleben in der Stadt helfen”, erklärt Merete Menze, Kreisgruppen-Geschäftsführerin des Paritätischen. „Und zum Einleben gehören auch Einrichtungen wie der Aachener Tourist-Service, die Volkshochschule oder die Stadtbibliothek.”

Wie sehr der Plan bei den rund 78.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Aachen Anklang findet, zeigt seine bereits zweite Auflage. 3000 neue Exemplare liegen in den Beratungsstellen der Stadt sowie beim Paritätischen, Vaalserstraße 108, kostenlos aus.

„Das ist mehr als ein rein informativer Stadtplan”, findet Ismailovski, der auf das Titelbild mit den unzähligen Flaggen verschiedener Nationalitäten verweist, ebenso auf den Begrüßungstext in sieben Sprachen. „Das sind Symbole, die sagen: Wir möchten mit euch zusammenleben. So eine Geste bedeutet Menschen sehr viel, die wie ich in ein fremdes Land ziehen, um dort ein neues Leben zu beginnen.”