Aachen: Stadt würdigt verstorbenen Architekten Ernst Kasper

Aachen: Stadt würdigt verstorbenen Architekten Ernst Kasper

Er habe in Aachen zahlreiche Spuren hinterlassen, heißt es in einer Erklärung der Stadt Aachen zum Tod des am 25. Juli verstorbenen Architekturprofessors Ernst Kasper.

Gemeinsam mit Prof. Klaus Klever habe er sowohl mit dem Kaiserbad als auch mit der Maria-Montessori-Gesamtschule am Moltekbahnhof Bauwerke geschaffen, die national und international viel Beachtung und Anerkennung gefunden hätten.

„Wir verlieren mit ihm einen bedeutenden Architekten, der den Ruf Aachens und der RWTH als hervorragende Architektenschmiede in besonderem Maße befördert hat”, so Aachens Baudezernentin Gisela Nacken am Mittwoch.

Ernst Kasper studierte von 1956 bis 1963 Architektur an der RWTH Aachen. Nach einer Assistententätigkeit am Schulbauinstitut von Prof. Fritz Eller eröffnete er 1964 in Aachen sein eigenes Büro und betrieb dies in verschiedenen Partnerschaften.

Er gewann zahlreiche architektonische Wettbewerbe. Vor allem mit Bildungsbauten wurde er bekannt. Von 1971 bis zum Jahr 2000 war er Professor für Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf.

Seit dem Jahr 2000 lehrte er an die Universidad Austral de Chile in Valdivia. 2007 wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt.

Im Jahre 2005 widmete ihm das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main anlässlich seines 70. Geburtstags eine Ausstellung, die ihn sowohl als Baumeister als auch als Lehrer würdigte.

Kasper war zwischen Februar und November 1999 Vorsitzender des Architektenbeirats der Stadt Aachen. Das Gremium berät über Vorhaben, die für die Qualität des Aachener Stadtbildes von erheblicher Bedeutung sind.

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