Aachen: Stadt warnt: Die Weiher bleiben für Eisläufer tabu

Aachen: Stadt warnt: Die Weiher bleiben für Eisläufer tabu

Anders als im benachbarten Heerlen, wo die zugefrorenen Teiche seit Dienstag offiziell zum Schlittschulaufen freigegeben sind, geht die Aachener Verwaltung weiterhin auf Nummer sicher und hält an ihren Warnungen fest. Trotz der anhaltend knackigen Kälte sollten die Gefahren auf den Weihern und Tümpeln nicht unterschätzt werden, meinen die Experten im Umweltamt.

Wer die offenen Stellen am Hangeweiher sieht, ahnt, dass die Fachleute nicht von ungefähr zur Vorsicht raten. Und doch wagen sich auch dort immer wieder Kinder und Spaziergänger aufs Eis - nur wenige Meter weiter schwimmen die Enten. Vor allem an den Ein-Ausflusstellen der Teiche sei die Eisfläche oft zu dünn, warnt die Verwaltung. Das Betreten erfolge daher stets auf eigene Gefahr.

Unfälle und Eiseinbrüche habe es aber bisher nicht gegeben, sagt Werner Dahmen, Lagedienstführer bei der Aachener Feuerwehr. „Alles in allem verhalten sich die Aachener bisher doch sehr vernünftig.” Überhaupt bereitet die sibirische Kälte den Rettungskräften bislang erstaunlich wenig Probleme. Abgesehen davon, dass nach Löscheinsätzen regelmäßig eine dicke Eisschicht beseitigt werden muss, gebe es „keine besonderen Vorkommnisse”.

Auch die Sorge, dass die eisigen Temperaturen manch einen Hausbewohner zu ungewöhnlichen Heizmethoden mit höherer Brandgefahr bewegen könnten, hat sich bisher nicht bewahrheitet. Und Kälteopfer sind anders als im übrigen Europa in Aachen noch gar nicht zu beklagen. Für Dahmen ist das ein klares Indiz dafür, „dass die sozialen Einrichtungen gut funktionieren”.

Laut Verwaltung gibt es bislang keine Probleme, Obdachlose unterzubringen. „Im Notfall muss enger zusammengerückt werden und es werden zusätzliche Schlafstellen, Isomatten und Matratzen, zur Verfügung gestellt”, erklärte jüngst Sandra Knabe, stellvertretende Leiterin des städtischen Fachbereichs Soziales und Integration. Hilfseinrichtungen wie Wabe und Caritas halten ebenfalls wärmende Plätze bereit.

Größere Probleme hat derweil die Stawag: Seit Dienstag werden zunehmend mehr Wasserrohrbrüche registriert, die auf die Kälte zurückgeführt werden. „Noch hält es sich im Rahmen”, sagt Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen. Erfahrungsgemäß wird es aber schnell schlimmer, sobald Tauwetter einsetzt und der Boden in Bewegung gerät. „Wir haben den Bereitschaftsdienst schon verstärkt”, sagt Bürgerhausen.

Keine Sorge muss man sich derweil um die Gasvorräte machen - was gut zu wissen ist. Denn auch in der kommenden Woche sollen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bleiben.