Aachen: Stadt unterstützt Beratungsstelle Solwodi

Aachen : Stadt unterstützt Beratungsstelle Solwodi

44.500 Euro will der Sozialausschuss im kommenden Jahr für die Finanzierung der Beratungsstelle Solwodi bereitstellen. Die kümmert sich unter anderem auch um die Beratung von Frauen, die Opfer von Zwangsprostitution geworden sind.

Finanziert wurde das Angebot bislang unter anderem auch von der Aktion Mensch. Doch da deren Förderung demnächst ausläuft, will nun die Stadt in die Bresche springen und einen Teil der Kosten, die sich insgesamt auf knapp 95.000 Euro belaufen, übernehmen. Zu den Unterstützern gehört auch das Bistum. Mit der Arbeit von Solwodi zeigte sich der Sozialausschuss zufrieden. Die Beratungsstelle kümmert sich um die psychosoziale Betreuung von Migrantinnen, die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder Zwangsheirat geworden sind. Darüber hinaus leistet sie aufsuchende soziale Arbeit in der Antoniusstraße und organisiert die berufliche und schulische Qualifizierung ihrer Klientinnen.

Ziel der Beratung sollten aber in Zukunft nicht nur die Zwangsprostituierten sein, fordert Elisabeth Lassay (Grüne). Das Angebot soll nach Willen der Politiker auf alle Prostituierten ausgedehnt werden. Und laut Ruth Wilms (CDU) ist auch eine Vernetzung mit den Ämtern wie Jugendamt und Gesundheitsamt wichtig.

(mas)
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