Aachen: Stadt radelt in diesem Sommer zu Aachens Biohöfen

Aachen : Stadt radelt in diesem Sommer zu Aachens Biohöfen

Aachens Biohöfe stehen im Zentrum des diesjährigen Fahrradsommers. Wie in jedem Jahr hat sich die Stadt ein ganz besonderes Ziel für das Radeln im Sommer ausgesucht. Am kommenden Samstag, 16. Juni, führt die familienfreundliche Eröffnungstour zum Gut Hebscheid, Grüne Eiche.

Treffpunkt ist am Markt, los geht es um 14 Uhr. Das Thema „Biohöfe“ setzt sich bis in den September fort: Es gibt Sonderfahrten zum Gut Hasselholz, zum Michaelshof in Orsbach, zum Paulinenhof und zu Gut Wegscheid.

Mit dem Fahrradsommer will die Stadt ihre Bürger für das Radfahren begeistern. „Vor allem Kinder sollen von klein auf dafür sensibilisiert werden“, so Stephanie Küpper, Projektleiterin „FahrRad in Aachen“. Die jährlichen Routen der Stadt sind demnach immer so gewählt, dass die ganze Familie Spaß daran hat. Auf Gut Hebscheid bekommen die Gäste die Möglichkeit, den Hof kennenzulernen.

„Die Aktualität der Biohöfe steigt“, sagt Friedhelm Schepers, Organisationsleiter des Fahrradsommers. Demnach haben die Deutschen im vergangenen Jahr rund zehn Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel ausgegeben. Wer Lust hat, kann sich auf Gut Hebscheid direkt mit frischem Saft, Tomaten, Gurken und Salaten aus biologischem Anbau versorgen.

Die 24 Kilometer lange Route nach Gut Hebscheid ist ausgeschildert und kann so auch auf eigene Faust geradelt werden. Alle Biohöfe sind in einem Flyer kurz beschrieben, ebenso wie weitere Sehenswürdigkeiten. Das Faltblättchen gibt es in allen Verwaltungsgebäuden und Bezirksämtern, außerdem wurde es in Schulen und Kitas verteilt.

Denn laut Stephanie Küpper ist es besonders wichtig, den Kindern Freude am Radfahren zu vermitteln. „Überhaupt passt das Thema gut zum Dieselfahrverbot“, meint Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsmanagement im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. Denn der Umstieg aufs Fahrrad sei bestens geeignet, um dicke Luft zu vermeiden. Und der Flyer listet eine ganze Reihe von Routen auf, die unterschiedliche Anbieter im Laufe des Sommers organisieren.

Gut Hebscheid ist das Ziel, das den ganzen Sommer über im Mittelpunkt steht. „In unseren Gärten können Hobbygärtner ihr eigenes Gemüse ziehen“, sagt Barbara Plessmann, Gärtnermeisterin auf Gut Hebscheid. Außerdem arbeiten hier Menschen mit und ohne Behinderungen Hand in Hand. Wer Lust hat, kann sich im „Selbstbedienungsladen“ versorgen oder lässt sich eine „Grüne Kiste“ mit Obst und Gemüse liefern. Das liegt im Trend und wird entsprechend häufig nachgefragt, so Plessmann.

Eine genaue Beschreibung der Route nach Gut Hebscheid findet sich unter www.aachen.de/radfahren. Für Rennräder ist die Route allerdings nicht geeignet. Die ganze Aktion ist laut Uwe Müller auch kompatibel mit dem „Stadtradeln“. Hier sammeln die Teilnehmer im Rahmen eines Städtewettbewerbs geradelte Kilometer für die Stadt Aachen. Die Touren zu den Biohöfen der Umgebung liefern da jede Menge gefahrene Kilometer fürs Konto.

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