Aachen: Stadt hat Sicherheit auf dem Rad im Visier

Aachen : Stadt hat Sicherheit auf dem Rad im Visier

Seit dem tödlichen Unfall mit einem Auto und einem Radfahrer an der Bergauffahrt zur Schanz im vergangenen Jahr ist das Thema „Sicherheit der Verkehrsanlagen für Radfahrer“ wieder eines der Topthemen im Mobilitätsausschuss.

Selbstverständlich, werden sofort die Fachleute unter den Mitgliedern protestieren, ist das nicht erst seit diesem schrecklichen Vorfall so. Aber: Es hat selbstredend dazu geführt, dass dem Radweg bei seiner Überquerung der vielbefahrenen Tangente von der Vaalser Straße in Richtung Boxgraben eine besonders Sicherung zugekommen ist.

Jetzt halten zwei sogenannte Pappkameraden im blauen Polizei-Look dort Wache und fordern die Autofahrer ultimativ zum Stopp an der Haltlinie auf. Zufrieden äußerten sich die Politiker und die Verwaltung im jüngsten Mobilitätsausschuss zu den begleitenden Überwachungsmaßnahmen der Polizei, die dort dem Begehren ihrer stummen „Kollegen“ links und rechts der Fahrbahn wenn nötig live mit Knöllchen Nachdruck verleihen.

Für die Verwaltung skizzierte der stellvertretende Leiter des Fachbereichs für Verkehrsanlagen, Uwe Müller, die allgemeinen Bemühungen der Stadt Aachen zum Ausbau der Radverkehrsanlagen im Ausschuss, dies auf Antrag der Grünen, die insbesondere Gefahrenstellen für die Radfahrer erfasst wissen wollen.

Müller berichtete, dass sich trotz erheblicher Bemühungen, schnelle und sichere Radvorrangrouten auf dem Stadtgebiet zu schaffen und die bestehenden Wege besser zu sichern, sich keine Grundzufriedenheit bei den Nutzern eingestellt habe. „Jeder zweite berichtet, sich nicht sicher zu fühlen, wenn er sich auf dem Rad fortbewegt“, berichtete Müller dem Ausschuss. Dabei sei die Stadt durchaus Vorreiterin beim Thema Radverkehr, rund 40 große und kleine Radprojekte habe sie auf der Agenda.

Die Gefahrenlage für Radfahrer ist im bergigen Talkessel Aachen allerdings nach wie vor groß. So mahnte Michael Schulz (SPD), dass man es nicht bei den Stoppschildern (mit Pappkameraden) belassen dürfe. Die Verkehrssituation rund um die Schanz mit der Radwegeführung soll deshalb nochmals überdacht werden, waren sich alle einig. Allerdings monierte Gaby Breuer (CDU) den von den Grünen in dieser Sache immer wieder eingeforderten „rundum Kuschelkurs für die Bedürfnisse der Radfahrer“, sie seien letztlich nicht die einzigen Verkehrsteilnehmer, meinte Breuer.

(wos)
Mehr von Aachener Nachrichten