Aachen: Stadt erhält Fördermittel zur Verbesserung der Radwege

Aachen : Stadt erhält Fördermittel zur Verbesserung der Radwege

Der Bund hat Fördermittel für die geplante Radvorrangroute 1 im Aachener Süden bewilligt. Das hat die Stadtverwaltung am Montag mitgeteilt. Gemeint ist die Strecke von Eilendorf aus über die Innenstadt bis Melaten.

Die Stadt Aachen hatte bereits im September 2016 zusammen mit Velocity, dem Aachener Pedelec-Verleiher, beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Förderprojekt mit dem Titel „Radvorrangroute Aachen 1 — Sicher und komfortabel mit Pedelecs durch die Stadt“ eingereicht.

Bereits am 4. Dezember sei die Stadt darüber informiert worden, dass ihr Vorhaben mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert wird, heißt es in der Pressemitteilung. Darüber wurde auch der Mobilitätsausschuss am 14. Dezember informiert.

Knapp über eine Million

Die Förderquote liegt bei 70 Prozent der als förderfähigen anerkannten Kosten, erläutert die Verwaltung. Demnach kann die Stadt mit einer Fördersumme von knapp über eine Million Euro rechnen. Das Projekt selbst muss bis zum 30. November 2019 abgeschlossen werden.

Die Radvorrangroute 1 führt von Eilendorf über die Innenstadt bis in den Hochschulcampus Melaten hinein. „Mit den Gesamtmitteln von Stadt und Nationaler Klimaschutzinitiative soll eine Reihe von Einzelmaßnahmen umgesetzt werden“, erklärt die Pressestelle. Der Vennbahnradweg soll zwischen der Philipsstraße und dem Abzweig nach Eilendorf (Kleebachstraße) breiter ausgebaut werden. Die für die Rad-Vorrang-Route genutzten Straßen sollen auffälliger gestaltet werden.

Die Umgestaltung der Lothringer Straße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße und die Verbesserung der Fußgänger- und Radwegeführung in Harscamp-, Schild- und Wirichsbongardstraße sind damit möglich, erklärt die Stadt. Der Straßenbelag in den Fußgängerzonen Wirichsbongard- und Schinkelstraße soll verbessert werden. Überdies sei beabsichtigt, die Verbindung zwischen Seffenter Weg und Ahornstraße über die Kopernikusstraße durchgängig zu asphaltieren.

In den Innenstadt-Parkhäusern könnten 160 Fahrradparkplätze geschaffen, in Eilendorf 60 Fahrradbügeln an Freizeit- und Bildungseinrichtungen aufgestellt werden. Zum Schluss will die Stadt mindestens zehn Dauerzählstellen für den Radverkehr einrichten. Jede dieser Maßnahmen wird in den zuständigen Bezirksvertretungen und im Mobilitätsausschuss beraten und beschlossen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich die Bezirksvertretung-Mitte über die knifflige Frage unterhalten, wie man den stark frequentierten inneren Grabenring für Fahrradfahrer attraktiver gestalten könnte. Der Ring soll eine Art „Verteilerkreis“-Funktion innerhalb des Radwegenetzes bekommen.

Route soll Standards setzen

Die erste Radvorrangroute zwischen Eilendorf und Melaten ist Teil eines kompletten Rad-Vorrang-Routen-Netzes in der Stadt Aachen. Der Mobilitätsausschuss hatte im April 2017 einstimmig beschlossen, dass die Fachverwaltung das gesamte Netz weiterentwickeln soll. Der Route 1 kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie soll der Standard werden für alle weiteren Routen in Aachen. Das ist auch ein wichtiges Ziel der Nationalen Klimaschutzinitiative ist. Sie will bundesweit vorbildliche Lösungen fördern.

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