Aachen: Stadt drosselt Tempo am Elisengarten

Aachen : Stadt drosselt Tempo am Elisengarten

Auf der Hartmannstraße am Rande des Elisengartens soll das Tempo der Autofahrer künftig noch ein wenig weiter gedrosselt. Statt 30 km/h sollen dann nur noch 20 km/h erlaubt werden.

Geschaffen wird damit ein sogenannter verkehrsberuhigter Geschäftsbereich, der dem hohen Fußgängeraufkommen und einer besseren Aufenthaltsqualität gerecht werden soll. Insbesondere ist auch daran gedacht, mehr Außengastronomie und die Bedienung über die Straße hinweg möglich zu machen.

Der Bedarf ist offenbar da, wie die Verwaltung jetzt im Mobilitätsausschuss deutlich machte. So will ein Gastronom im Bereich des aachen tourist service (ats) am Elisenbrunnen auf einer Fläche von gut 24 Quadratmetern Tische und Stühle aufstellen und dort seine Kundschaft bewirten.

Es ist erklärter Wille, die örtliche Gstronomie zu stärken, was dank des verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs an der Stelle gut umsetzbar sei. Der motorisierte Verkehr spiele dort „eindeutig eine untergeordnete Rolle“. Ausdrücklich nicht beabsichtigt sei es, Teile des Elisengartens für die Gastronomie freizugeben, betonte Heike Ernst, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr und Sondernutzungen. Beruhigend ist das für all jene Politiker, die sich bereits an der „Hütte 16“ gestört haben, die Metzger Rolf Gerrads während des Weihnachtsmarkts im Park aufgebaut hatte.

Zu kleiner Schritt?

Die schwarz-rote Mehrheit sprach sich für das Vorhaben aus, widersetzte sich jedoch dem Vorschlag, auch die Elisabethstraße einzubeziehen und als Tempo-20-Zone auszuweisen. Aus Sicht von Grünen und Piraten geht das Vorhaben ohnehin nicht weit genug. Sie fordern die Schaffung weiterer Fußgängerzonen in diesem innerstädtischen Bereich.

(gei)
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