125 Schilder bestellt: Stadt bereitet Tempo 30 vor

125 Schilder bestellt : Stadt bereitet Tempo 30 vor

Runter vom Gas für bessere Luft: Noch im November soll innerhalb des Alleenrings im Stadtzentrum von Aachen flächendeckend Tempo 30 gelten. Die über 100 Straßenschilder dafür sind bereits bestellt.

Wegen des drohenden Dieselfahrverbots bereitet die Stadt Aachen die Einführung von Tempo 30 im Stadtzentrum vor. Die Drosselung gehört zu einem vom Stadtrat beschlossenen Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Schadstoffbelastung, wie ein Sprecher der Stadt erklärte.

125 Tempo-30-Schilder seien bestellt und sollen nach Möglichkeit bis Ende November aufgestellt sein. In den Anwohnerstraßen gibt es den Angaben nach schon Tempo 30. Durch die Ausweitung auf den ganzen Bereich innerhalb des Alleenrings soll der Verkehr besser fließen.

Die Stadt rechnet damit, dass Autofahrer seltener bremsen und anfahren und so weniger Schadstoffe ausgestoßen werden. Effekte erhofft sich die Stadt auch für die Lebensqualität - etwa durch Lärmreduktion. Daneben werde es durch Tempo 30 eine Signalwirkung für ein ausgewogenes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer geben.

Vergleichbare Maßnahmen gibt es einem Sprecher zufolge etwa in Stuttgart und Berlin. Zum Aachener Maßnahmenpaket für eine Schadstoffreduzierung gehören neben Tempo 30 die Ausstattung von Bussen mit einem besonderen Schadstofffilter, die Erprobung eines Straßenbelags, der gesundheitsschädliches Stickoxid binden soll, und eine Umwelttrasse für Fahrradfahrer.

Ende Juli hatte das Oberverwaltungsgericht Münster den ursprünglichen Luftreinhalteplan 2019 für die Stadt für rechtswidrig erklärt, aber kein Fahrverbot angeordnet. Stadt und Land mussten einen neuen Plan auf Grundlage aktuellerer Messwerte und korrekter Prognosen erstellen. Der neue Plan musste zusätzliche Maßnahmen wie Fahrverbote enthalten, falls die Grenzwerte entgegen der Prognose doch nicht schnellstmöglich eingehalten werden.

(dpa)
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