Stadt Aachen will bis Ende des Jahres Spielplatzkonzept fertigstellen

Einheitliches Konzept : Verwaltung nimmt 242 Spielplätze unter die Lupe

Welche Spielplätze sind in Aachen besonders wichtig? Und an welchen Stellen ist der Handlungsbedarf besonders groß? Der Fachbereich Umwelt will das anhand einheitlicher Kriterien klären und entwickelt deshalb zurzeit ein Spielplatzkonzept.

Aufmerksamen Eltern könnten sie in den vergangenen Monaten bereits aufgefallen sein: Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die sämtliche öffentliche Spielplätze im Stadtgebiet in Augenschein genommen haben – und zum Teil noch nehmen – und jeden einzelnen Platz hinsichtlich Bedeutung und Erscheinungsbild analysiert haben. 2017 hatte die Politik den Fachbereich Umwelt damit beauftragt, ein Spielplatzkonzept zu erstellen. Einerseits sollen Kinder und Jugendliche in allen Stadtteilen ausreichend Möglichkeiten zum Spielen haben. Andererseits soll die Instandhaltung der Plätze auch wirtschaftlich sein. Wie dies nach einheitlichen Kriterien für alle Plätze gelingen kann, das hat Elfi Buchkremer vom Fachbereich Umwelt jetzt in Form eines Zwischenberichts im Kinder- und Jugendausschuss vorgestellt.

Abgeschlossen ist das Konzept nämlich noch nicht. Das liegt an dem durchaus aufwendigen Prozedere: Zunächst müssen alle 242 öffentlichen Spielplätze gesichtet und katalogisiert werden, erläutert Buchkremer. Anschließend werden sie bewertet. Wie groß ist das „Einzugsgebiet“? Gibt es neben dem Spielplatz noch andere öffentliche Grünflächen im näheren Umfeld? Wird der Platz von mehreren Altersgruppen genutzt? Und in welchem Zustand befinden sich Spielgeräte, Wege und Bänke? Für diese und viele weitere Kriterien gibt es Punkte, nach denen sich sowohl die Bedeutung als auch der Handlungsbedarf für die jeweiligen Einrichtungen bemisst.

Die Bestandsaufnahme steht laut Verwaltung kurz vor dem Abschluss. Bis zum Herbst soll das Spielplatzkonzept mit konkreten Maßnahmeempfehlungen fertiggestellt werden, damit es der Politik im Dezember zum Beschluss vorgelegt werden kann.

Die Hoffnung ist, dass das begrenzte Budget dann nicht nur effizient(er) eingesetzt werden kann, sondern Missstände auch schneller behoben werden. Als drängendes Beispiel nannte Patrick Deloie (SPD) den Spielplatz an der Stettiner Straße. Im April 2017 hatte es dort bereits eine Ortsbegehung gegeben, der den Handlungsbedarf gezeigt habe. Passiert sei seitdem aber „nicht viel“, ein entsprechender Antrag der schwarz-roten Koalition zur Umgestaltung des Platzes warte immer noch auf Bearbeitung.

Darüber hinaus betonten die Kinder- und Jugendpolitiker im Ausschuss eine klare Erwartungshaltung: Kein einziger Spielplatz soll verloren gehen.

(akas)
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