Stadt Aachen regelt Öffnungszeiten und Angebote bis Ende Oktober neu

Viele Anfragen, wenig Personal : Der Bürgerservice ist derzeit überlaufen

In den Aachener Bürgerservice-Stellen am Katschhof und Bahnhofsplatz ist derzeit jede Menge los. 500 Bürgerinnen und Bürger melden sich derzeit täglich dort mit ihren Anliegen. Und das ist so viel, dass sich die Stadtverwaltung zum Handeln gezwungen sieht.

Aufgrund des aktuell hohen Publikumsaufkommens in den Bürgerservice-Stellen, teilt das städtische Presseamt mit, wird die Stadtverwaltung ab Mittwoch, 9. Oktober, bis Ende Oktober die Öffnungsmodalitäten und Serviceangebote neu regeln.

Grund für die hohe Frequenz im Bürgerservice seien unter anderem die vielen neuen Studierenden, die sich derzeit anmelden. Hinzu komme eine Personalsituation, die sich im Umbruch befindet. Vier Stellen im direkten Servicebetrieb seien noch unbesetzt, fünf neue Kolleginnen und Kollegen würden derzeit eingearbeitet. Diesen Umständen werde nun mit folgenden Übergangsregelungen begegnet:

Im Bürgerservice am Katschhof, Johannes-Paul-II.-Straße, gibt es ab Mittwoch nur noch Terminsprechzeiten. Das heißt: Wer dort seine Amtsgeschäfte erledigen möchte, muss vorher einen Termin vereinbaren. Das ist telefonsich unter 0241/4320 oder online über www.aachen.de/terminvereinbarung möglich. Allerdings ist hierzu eine Anmeldung im Bürgerportal der Stadt erforderlich, die wiederum den Zugang zu etlichen Online-Dienstleistungen der Stadt Aachen ermöglicht.

Das Presseamt weist aber darauf hin, dass viele Termine bereits geblockt seien, und bittet deshalb um Geduld. Außerdem müssen im Katschhof bereits beantragte Dokumente im Bürgerservice am Bahnhofplatz, Hackländerstraße 1, abgeholt werden.

Dort laufen die freien Sprechzeiten im Bürgerservice wie üblich weiter, das Personal werde aber aufgestockt, kündigt das Presseamt an.

Am Bahnhofsplatz sollte aber die Vergabe der Wartemarken beachtet werden. Erfahrungsgemäß gebe es derzeit täglich einen ersten Publikumsschwung am frühen Morgen, wenn der Bürgerservice seine Türen öffnet. Nicht selten in den zurückliegenden Tagen seien gegen 9.30 Uhr bereits alle Wartemarken vergeben gewesen. Mit längeren Wartezeiten müsse also auch hier gerechnet werden. Das Presseamt weist deshalb auf den Online-Service hin, der für den Bürgerservice am Bahnhofsplatz den aktuellen Stand der gerade aufgerufenen Wartemarke zeigt: serviceportal.aachen.de/wartezeiten.

Die Dienstleistungen der Verwaltung können übrigens auch in den Bürgerämtern der Stadtbezirke Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster/Walheim, Laurensberg und Richterich in Anspruch genommen werden. Diese Ämter seien allerdings derzeit ebenfalls stark frequentiert.

Bettina Kuca, Leiterin des Bürgeramtes, ist mit ihrem Führungsteam jeden Tag vor Ort. Sie bittet um Verständnis und Geduld: „Der Oktober ist tatsächlich der schwierigste Monat für uns. Wir bemühen uns aber sehr, den Service so gut wie möglich auf die Belange der Bürgerinnen und Bürger auszurichten. Wir sind sehr beeindruckt von dem Verständnis, das uns in den Bürgerservice-Stellen von den Bürgerinnen und Bürgern entgegengebracht wird.“

Hinzu kommt ein personeller Engpässe im Bereich „Bildung und Teilhabe“ des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration. Im Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz müssen Antragsteller derzeit mit erhöhten Bearbeitungszeiten rechnen. Entsprechend wurden hier die Öffnungszeiten vorübergehend verkürzt. Persönliche Vorsprachen erfolgen nach Mitteilung des städtischen Presseamtes jetzt nur noch montags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr sowie mittwochs in der Zeit von 8 bis 12 Uhr. Außerhalb dieser Sprechzeiten wird höflich gebeten, von persönlichen und telefonischen Rückfragen abzusehen.

(hr)
Mehr von Aachener Nachrichten