Aachen: Stadt Aachen möchte bei einem Mobilitätsforum die Frage beantworten

Aachen : Stadt Aachen möchte bei einem Mobilitätsforum die Frage beantworten

Als Riesenthema, das uns alle beschäftigt, beschreibt Bernd Büttgens, Leiter des Presseamts der Stadt Aachen, das Auto und seine Zukunft in der Stadt. In einem Mobilitätsforum wird am Montag, 17. September, ab 19 Uhr im Depot an der Talstraße entsprechend die Frage beleuchtet: „Wie viel Auto braucht die Stadt?“

Schon jetzt haben alle Interessenten Gelegenheit, sich Gedanken zum Thema zu machen. Meinungen und Anregungen können ab sofort auf www.initiative-aachen.de oder www.aachen.de/mobilinac hinterlegt werden. Diese Anregungen sollen dabei helfen, den Abend zu strukturieren. Auch vor Ort können noch Fragebögen ausgefüllt werden.

„Der Stadt Aachen steht das Wasser bis zum Halse“, meint Hans-Joachim Sistenich vom Vorstand Initiative Aachen. Dennoch wolle niemand Fahrverbote, sondern vielmehr eine vernunftgesteuerte Mobilität. Professor Oscar Reutter aus Wuppertal werde in seinem Impulsreferat „Besser! Anders! Weniger!“ Stoff für eine ergiebige Diskussion liefern, meinen die Veranstalter. Die Stadt Aachen hat bereits in der Vergangenheit gemeinsam mit der „Initiative Aachen“ Mobilitätsforen organisiert, bei denen unter anderem der Nahverkehr mit Bus und Bahn sowie das Radfahren in Aachen im Mittelpunkt standen. Diesmal lautet der Titel „Das Auto in der Stadt. Wir müssen reden.“

Laut Dr. Armin Langweg, Radfahrexperte in der Stadtverwaltung, hat der Stadtrat bereits vor zwei Jahren festgelegt, dass die Innenstadt künftig immissionsfrei sein soll mit deutlich weniger Autos auf den Straßen als heute. „Viel ist nicht passiert seit diesem Statement“, meint Langweg. Demnach steigen die Zahlen der Autos weiter an und auch den Schadstoffbelastungen ist nicht beizukommen. Allerdings: „In Zukunft könnte sich da so einiges ändern“, meint Axel Costard, Experte der Stadt in Sachen E-Mobilität.

E-Fahrzeuge bundesweit verdoppelt

„Aachen ist mit Blick auf die E-Mobilität zur Automobilstadt geworden“, sagt er. Hier würden der e.Go und der Street Scooter produziert, und das Problem der mangelnden Ladesäulen werde in nächster Zukunft auch gelöst. Allein im vergangenen Jahr habe sich die Anzahl der E-Fahrzeuge bundesweit verdoppelt. Dennoch sei niemandem mit einem reinen Austausch der Technik geholfen. Alle Experten sind sich demnach einig, dass die Anzahl der Autos in den Städten gesenkt werden muss, will man eine bessere Lebensqualität erreichen. Fragt sich nur, wie viel Bereitschaft in der Bevölkerung tatsächlich da ist, um etwa eine Erhöhung der Parkgebühren als regulierende Maßnahme zu akzeptieren, meint Büttgens. Und genau diese Bereitschaft wird das Mobilitätsforum unter die Lupe nehmen.

Parallel zum Mobilitätsforum gibt es eine Ausstellung mit den Sponsoren des Forums, die Infos und Innovationen zum Thema bietet. Sie kann bereits ab 18.15 Uhr im Depot an der Talstraße besucht werden. Und auch wenn die Veranstaltungsreihe zunächst einmal mit dem Thema „Auto“ zu Ende geht, „bleiben wir am Ball“, sagt Sistenich. Denkbar seien weitere Foren mit Themen wie „City Logistik“ oder „städtebauliche Entwicklung“, meint er. Wichtig ist allen Beteiligten vor allem auch, mit den Bürgern im Gespräch zu bleiben.

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