Bildungserfolg von Kindern stärken: Sprachförderung mit „Griffbereit“ und „Rucksack“

Bildungserfolg von Kindern stärken : Sprachförderung mit „Griffbereit“ und „Rucksack“

Wer den Bildungserfolg von Kindern stärken will, sollte die Eltern mit ins Boot holen. Deswegen unterstützen elf Elternbegleiterinnen die Sprachförderprogramme „Griffbereit“, „Rucksack Kita“ und „Rucksack Schule“ in den neun ehemaligen Kreiskommunen.

Die Elternbegleiterinnen geben Eltern Anregungen, wie sie ihre Kinder sprachlich und auch darüber hinaus gut fördern können. Einmal pro Woche treffen sie sich mit den Kinder und ihren Eltern in der Kita oder in der Schule, spielen und lernen gemeinsam. Im Mittelpunkt steht die Sprachförderung – in Deutsch als verbindender Sprache und in den jeweiligen Familiensprachen. Die wichtigste Gemeinsamkeit der Projekte „Griffbereit“ und „Rucksack“ ist, dass sie die Eltern aktiv ins Boot holen. Die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder in ihrer Entwicklung fördern und positiven Einfluss auf den Bildungserfolg ihrer Kinder nehmen können. Die Gruppen bieten außerdem eine Möglichkeit zum Austausch über Erziehung und den Alltag in der Kita oder Schule.

Für die Elternbegleiterinnen ist das eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie begleiten die Gruppen, sind aber häufig auch Vermittlerinnen zwischen Eltern und Kita oder Schule. Sie regen Gespräche zwischen Fachkräften und Eltern an und fördern das Verständnis füreinander auf beiden Seiten. Dazu müssen sie ein offenes Ohr für die Anliegen der Eltern haben und das Leben in der Kita oder der Schule gut kennen. Für diese Arbeit hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) Städteregion die Elternbegleiterinnen qualifiziert. Die Kinder der Elternbegleiterinnen haben zum Teil früher selbst die jeweilige Einrichtung besucht. Mit dieser Erfahrung können sie andere gut beraten.

„Das Rucksack-Programm in der Städteregion genießt hohes Ansehen bei den Eltern und den Einrichtungen“, sagt Timur Bozkir, Leiter des KI der Städteregion. „Nicht nur unsere Erfahrungen, sondern auch Studien belegen, dass die Wirksamkeit dieser Elternbildungsprogramme sich in den Bildungserfolgen der Kinder widerspiegelt.“

Mit Beginn des Kindergarten- und Schuljahres 2018/19 sind in den neun ehemaligen Kreiskommunen drei Gruppen „Griffbereit“, elf „Rucksack Kita“ und fünf „Rucksack Schule“ gestartet. „Hier geht es darum, Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder zu ermöglichen – unabhängig von ihrer Herkunft“, betont Fattaneh Afkhami, die für den Bildungsbereiche im Integrationszentrum der Städteregion verantwortlich ist. „Die Kombination aus Sprachförderung und Elternbildung bietet Eltern eine gute Chance, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen.“

Die Programme „Griffbereit“, „Rucksack Kita“ und „Rucksack Schule“ unterstützen und stärken die Zusammenarbeit von Eltern und Kindertageseinrichtungen sowie Schulen. Bei der Umsetzung vor Ort arbeiten die Kommunalen Integrationszentren mit Kitas und Grundschulen zusammen. Gefördert werden die Programme vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Konzepte werden von der landesweiten Koordinierungsstelle für die Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen entwickelt.

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