Aachen: Sportpark Soers soll mehr als nur Bushaltestelle werden

Aachen : Sportpark Soers soll mehr als nur Bushaltestelle werden

Der Sportpark Soers soll mehr werden, als bloß eine Bushaltestelle. So sieht es zumindest die Stadt und hat daher eine entsprechende Rahmenplanung für dessen Umgestaltung in Auftrag gegeben.

Die Ingenieursgesellschaft „StadtUmBau“ aus Kevelaer hat sich daraufhin in den vergangenen Monaten mit den beteiligten Vereinen zusammengesetzt und am Donnerstag bei einer Bürgerinformationsveranstaltung die ersten Entwürfe präsentiert.

Mit am Tisch saßen neben der Betreiberfirma der Eissporthalle auch der Eisenbahner SV, der PTSV Aachen, der Aachener Hockey Club, der Aachen-Laurensberger Rennverein und natürlich die Alemannia. „Das Planungsgebiet erstreckt sich neu bis zur Autobahn im Norden und bis zur Krefelder Straße im Osten“, wie Stadtplaner Helmut Hardt von „StadtUmBau“ erklärte.

Unter Berücksichtigung des in absehbarer Zeit wegfallenden Polizeipräsidiums habe man sowohl einen minimal invasiven Entwurf entwickelt, wie auch einen, bei dem man auf dem Reißbrett alles auf den Kopf gestellt habe. Der war chancenlos. „Auch wenn sich die meisten Beteiligten für das Minimalkonzept ausgesprochen haben, heißt das nicht, dass nur wenig verändert wird“, sagte Hardt. So mache man sich etwa Gedanken über den Standort einer neuen Mehrzweckhalle, welche von den Vereinen gewünscht werde. Oder über die Ausgestaltung einer gemeinsamen Laufstrecke durch den Park und die Umgebung, damit die Sportler sich direkt im Sportpark aufwärmen könnten.

Die tiefgreifendste Veränderung findet wohl im Norden statt. „Das Polizeipräsidium ist gedanklich schon abgerissen“, so der Stadtplaner. Künftig werden sich dann der PTSV und der Aachener Hockey Club auf dem Gelände breit machen. Auch die Spielflächen am Standort des alten Tivoli sollen saniert werden — also die Entwässerung erneuert, der Boden verdichtet und der Rasen wieder instand gesetzt werden. Im ganzen Einzugsgebiet wird nur an der Justizvollzugsanstalt an der Autobahnauffahrt nicht gerüttelt.

Während einzelner Großveranstaltungen im Jahr hat sich der Aachen-Laurensberger Rennverein zudem Rechte gesichert, auch Gebiete im Westen über den Soerser Weg hinaus zu nutzen, erklärte Hardt. Dies soll jedoch auch in Zukunft der Ausnahmefall bleiben und bedeute keine Ausbreitung des Sportparks, wie manche Anwohner befürchteten.

Noch offen sind sämtliche Fragen zu Kosten, Finanzierung, Verkehrssituation und Besitzverhältnissen bei der geplanten Umgestaltung. „Wenn es schließlich soweit ist und wir tatsächlich an die Bereiche herangehen, dann werden wir wieder auf die Bürger zugehen, damit diese bei der Ausarbeitung mitreden können“, betonte Heike Ohlmann vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt. Bis dahin bleibt die Veränderung auf dem Papier und es wird sich erst in einigen Jahren zeigen, was davon Wirklichkeit wird.