Aachen: „Sport im Park“ ist vorbei: 15 Millionen Kalorien sind verbraucht

Aachen : „Sport im Park“ ist vorbei: 15 Millionen Kalorien sind verbraucht

Rund 20.000 Personen hat die Initiative „Sport im Park“ in diesem Jahr in Bewegung gebracht. Am vergangenen Samstag trafen sich Sportbegeisterte zum letzten Mal im Westpark, um sich bei Yoga, Zumba und „Function Fitness“ fit zu halten. Allein beim Zumba folgten rund 60 Sportlerinnen (Männer waren hier die Ausnahme) den Bewegungen des Trainers.

Die Organisatoren verbuchen das Angebot in diesem Jahr als vollen Erfolg. „Wir hatten richtig gutes Wetter“, sagt Daniel Gier, Geschäftsführer Präventions- und Gesundheitstraining Aachen. Denn Gewitter oder Sturmwarnungen habe es diesmal nicht gegeben. „Ohne unsere Partner wäre dieses Angebot aber gar nicht machbar“, betont er. Sechs Wochen lang boten Vereine und professionelle Studios die Möglichkeit, in Aachens Parks aktiv zu werden. Wählen konnten die Teilnehmer dabei unter insgesamt 500 Kursen. Dass das Angebot auf sechs Wochen beschränkt war, hält er für sinnvoll. Demnach sollen es Schnupperkurse sein, um die Leute dann langfristig an einen Verein oder ein Fitnessstudio zu binden.

Yoga für mehr Fitness: Rund 20 000 Menschen nahmen das Angebot von „Sport im Park“ wahr. Foto: Andreas Herrmann

„Gesundheitsprävention liegt natürlich auch den Krankenkassen am Herzen“, meint Michael Kersgens von der AOK. Keine Frage also, dass sich die Kasse bei den Sponsoren einreihte. Dazu gehören auch die Sparkasse, die Barmer und die Actimonda Krankenkasse. Alle betonten den großen gesundheitlichen Nutzen von „Sport im Park“.

„Dieses Angebot ist für uns wie ein Schatz, den man findet“, sagte Petra Prömpler, Fachbereich Sport der Stadt Aachen. „Und um wirklich würdigen zu können, was dort in den Parks geschieht, muss man einmal mitgemacht haben“, meinte sie. Die Gemeinschaft mit den anderen und die Bewegung an der frischen Luft seien allein schon Garant für den Erfolg, ist sie überzeugt.

Und Ralf Steinbrecher, Actimonda Krankenkasse, rechnete gleich einmal vor, wie viele Kalorien in den letzten sechs Wochen verbrannt wurden. „Es sind 15 Millionen“, sagt er. Außerdem wurden 1800 Kilo Fett mal so eben wegtrainiert.

Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer lag laut Organisatoren zwischen 25 und 27 Jahren. Aber auch Senioren hatten die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. „Das Angebot ist so groß, dass sicher für jeden etwas dabei ist“, meinte Gier. Zudem gibt es von Jahr zu Jahr mehr Kurse, und der Rekord von 20 000 Teilnehmern in diesem Jahr könne sicher im nächsten gebrochen werden, sagte Ralf Steinbrecher. Vor allem die Vereine seien eingeladen, sich mit weiteren Kursen an „Sport im Park“ zu beteiligen.

„Und je spezieller oder kurioser das Angebot, desto besser“, meinte Gier. „Bislang machen Vereine etwa rund ein Drittel der insgesamt 50 Anbieter aus“, berichtete Marcel Ortmanns, Projektmanager „Sport im Park“. Das Angebot kann auch seiner Meinung nach nicht bunt genug sein. Und dass die Teilnehmer die Aachener Parks nach dem Training mit ganz neuen Augen sehen, ist laut Petra Prömpler ein willkommener Nebeneffekt.

Beschwerden von Anwohnern

Nur die Anwohner haben sich wohl das ein oder andere Mal in Geduld üben müssen, und zwar dann, wenn beispielsweise die Musik zum Zumba durch den Park dröhnte. Laut Gier hatte es vor allem auch am Westpark verschiedentlich Beschwerden der Anwohner gegeben. „Verständlich“, wie Gier angesichts der „vielen Grillevents und entsprechenden Lärmbelästigungen gerade in diesem Park“ meint. „Aber alle fanden unser Angebot super toll, und mit ein bisschen Rücksichtnahme waren die Probleme dann auch schnell gelöst“, so Gier.

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