Aachen: Spielwiese mit Elektroautos und 3D-Druckern

Aachen : Spielwiese mit Elektroautos und 3D-Druckern

In naher Zukunft könnten sowohl Elektroautos auf der einen Seite und Produkte aus dem 3D-Drucker andererseits Gegenstände des Alltags sein. Heute sind beide Technologien eine Spielwiese mit vielen Möglichkeiten.

Für Heidi Zimmermann von der Stawag und Klaus Buschhüter, Lehrer am Inda-Gymnasium, Anlass genug, im Schulwettbewerb 2017 beide Technologien zu verbinden.

Schon seit Langem setzt sich die Stawag für erneuerbare Energien ein und auch die Elektromobilität ist Teil dieses Engagements. Buschhüter brachte die Idee des 3D-Drucks ins Gespräch, die Technologie erfreut sich gerade bei Schülerinnen und Schülern derzeit großer Beliebtheit. Beide Technologien hat man nun für die 61 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler — dabei ist das Verhältnis von Jungen zu Mädchen bei 1:1 — zu einem spannenden Wettbewerb kombiniert: Gebaut werden sollen kleine Elektroautos, circa 15 Zentimeter lang und sieben Zentimeter hoch.

Erste Bauteile, unter anderem für den Motor, bekommen die Teilnehmer gestellt. 60 Einzelteile gibt es, die aber nicht alle in das Auto mit einfließen müssen. Mittels der CAD-Technologie (CAD, zu deutsch: rechnerunterstütztes Konstruieren) werden im weiteren Verlauf des Wettbewerbs Fahrgestelle für die kleinen Autos konstruiert und schließlich sollen am 4. Juli die einzelnen Modelle miteinander in direkte Konkurrenz treten.

Acht Schulen aus Aachen nehmen an dem Wettbewerb teil. Unterteilt sind die Schüler in 15 Teams, darunter mehrere Gruppen, die nur aus Mädchen bestehen, denn die möchte man mit dem Wettbewerb besonders ansprechen. Aber natürlich sind auch Jungen gerne gesehen, denn schließlich geht es darum, die Fachkräfte von morgen mit solchen Wettbewerben auf die verschiedenen Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die Technik heute bietet: „Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, dabei liegt der Fokus auf der praxisnahen Wissensvermittlung“, erläutert Zimmermann.

„FabBus“ vor Ort

Unterstützt wird die Stawag in diesem Jahr von der Kisters AG. Unter kümmert sich das Unternehmen um den Vertrieb von 3D-Druckern und entsprechenden Druckverfahren und sorgt dafür, dass Kunden genau die Geräte bekommen, die sie brauchen. Auf diese Strukturen können die Schülerinnen und Schüler zurückgreifen und haben am Kick-Off-Tag nun die erste Einführung in die verschiedenen Druckverfahren, die es auf dem Markt derzeit gibt, erhalten. Weitere Unterstützung gibt es vom zdi-Netzwerk.

Dahinter steckt die Landesinititative Zukunft durch Innovation, die Aachener Gruppe gehört zur Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. Diese Initiative sorgte dafür, dass zum Kick-Off auch der „FabBus“ der Fachhochschule (FH) Aachen zur Verfügung stand. In dem Bus können Schulen aber auch kleine und mittelständige Unternehmen 3D-Drucktechniken ausprobieren.

„Der diesjährige Wettbewerb ist anspruchsvoll“, erklärt Zimmermann abschließend. Aber davon schienen sich die Schülerinnen und Schüler nicht abschrecken zu lassen, im Gegenteil.

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