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Wasserwerk wird saniert: Sperrung wegen Arbeiten im Reichswald

Wasserwerk wird saniert : Sperrung wegen Arbeiten im Reichswald

Das Wasserwerk Reichswald im Würselner Wald liefert seit 46 Jahren zuverlässig Trinkwasser für Aachen und die Region. Nun wird das Wasserwerk saniert und ertüchtigt.

Dazu hat die WAG (Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH), ein gemeinsames Unternehmen von Stawag und enwor, umfangreiche Arbeiten gestartet. „Eine zuverlässige Wasserversorgung für Stadt und Region genießt bei uns höchste Priorität“, so Walter Dautzenberg, Geschäftsführer der WAG. Das Wasserwerk Reichswald ist auf eine Wassermenge von 1,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr ausgelegt und ist eines der vier Aachener Grundwasserwerke.

„Der Löwenteil unseres Trinkwassers kommt zwar aus dem Talsperrensystem der Nordeifel. Gleichwohl nehmen auch unsere Grundwasserwerke eine wichtige Rolle ein“, ergänzt Rudolf Roß, ebenfalls Geschäftsführer der WAG. Am Wasserwerk Reichswald erstellt die WAG zunächst neue Brunnen.

Der derzeitige Horizontalfilterbrunnen soll durch vier neue Vertikalbrunnen ersetzt werden. Während der Horizontalfilterbrunnen Wasser aus einer Tiefe von 32 Metern entnimmt, kann mit den Vertikalbrunnen auch Grundwasser aus größeren Tiefen gewonnen werden. Die ersten beiden etwa 50 Meter tiefen Brunnen werden nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Aachen ab Frühjahr 2021 gebohrt. Die bauvorbereitenden Maßnahmen wurden bereits gestartet, um artenschutzrechtliche Konflikte, insbesondere während der Vogelbrutzeit, zu vermeiden.

Die Belange des Naturschutzes wurden durch die wasserrechtliche Genehmigung aus 2006 mit der dauerhaften Reduzierung der Wasserfördermenge von 1,8 auf 1,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser erkennbar berücksichtigt, unterstreicht Klaus Meiners, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Umwelt.