Aachen: Spendenaktion für Hospizstiftung: Gewebt, gemalt, gegossen und versteigert

Aachen : Spendenaktion für Hospizstiftung: Gewebt, gemalt, gegossen und versteigert

Es ist die mittlerweile dritte Benefizauktion für die Hospizstiftung Aachen, für die gerade aufgerufen wird. Und auch dieses Mal sind wieder namhafte Künstler mit dabei. Insgesamt werden etwa 30 Bilder versteigert, um mit dem Erlös das Hospiz am Iterbach zu unterstützen.

Günther Beckers, ein Urgestein der Kunstszene, hat laut Andreas Petzold, Kurator der Auktion und Geschäftsführer der Galerie am Elisengarten, gleich vier Arbeiten gespendet, und auch Erik Offermann ist als lokaler Künstler mit von der Partie. Wichtig ist Petzold auch das Werk einer ganz besonderen Frau: Gertrud Grotenklas webt in der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe filigrane Gebilde aus Draht und auch sie überlässt den Organisatoren eine ihrer Arbeiten für die Benefizauktion.

Keine Konkurrenz zur WM

Ab Ende vergangener Woche werden alle Bilder auf www.hospizstiftung-aachen.de im Netz stehen und seitdem kann online geboten werden. Die eigentliche Benefizauktion startet am Sonntag, 17. Juni, um 12 Uhr in der Aula Carolina.

Schon eine Stunde zuvor sind die Türen geöffnet, um den Gästen Gelegenheit zu geben, die Bilder kennenzulernen. „Wir haben den Termin extra etwas früher angesetzt, um dem ersten Spiel der Fußballweltmeisterschaft nicht ins Gehege zu kommen“, sagen die Organisatoren. Laut Bundestagsabgeordneter Ulla Schmidt, Kuratoriumsvorsitzende der Hospizstiftung, ist das Hospiz am Iterbach nach wie vor auf Spenden angewiesen, um die laufenden Kredite abzuzahlen. 3,2 Millionen Euro waren dabei immer das Ziel, inzwischen konnten 2,3 Millionen zusammengebracht werden.

Die Benefizauktion soll wieder ein wichtiger Baustein sein, um dem Spendenziel ein Stück näher zu kommen. „Das Hospiz am Iterbach hat einen hervorragenden Ruf“, meint Kurator Andreas Petzold, und das kann Ulla Schmidt nur bestätigen. Ihr Wunsch ist, dass die Angehörigen nach dem Tod des geliebten Menschen noch eine Weile eine Trauerbegleitung bekommen. „Die Hospizidee war nicht immer so gut angesehen, wie heute“, sagt sie. Früher habe man sich gegen den Gedanken gesperrt und kritisiert, dass Sterbende „abgeschoben“ würden. Die Erfahrung hat aber nach Meinung aller Beteiligten gezeigt, dass Hospize eine große Stütze für die Sterbenden und auch für deren Angehörige sind. Schmidts Dank gilt ausdrücklich all jenen, die in der Vergangenheit mitgeholfen haben, dass das Hospiz am Iterbach heute so gut funktionieren kann.

„Wir setzen uns dafür ein, dass schwer kranke Menschen am Lebensende hervorragend palliativ-medizinisch versorgt und mitmenschlich begleitet werden. Dazu fördern wir die ambulanten Hospizdienste sowie die stationären Hospize in der Region Aachen“, heißt es auf der Homepage der Hospizstiftung Region Aachen.

Bei der Benefizauktion in der Aula Carolina kommen die Besucher laut Organisatoren ganz sicher auf ihre Kosten, vor allem natürlich dann, wenn sie das Glück haben, mit einem Bild nach Hause zu gehen. Und Dank Ulla Schmidt spendet sogar die Berliner Galerie einige Bilder. Die Werke von regionalen, überregionalen und internationalen Künstlern werden von Andreas Petzold und Boris Bongers, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Hospizstiftung, unter den Hammer gebracht. Die zu versteigernden Bilder haben insgesamt einen Wert von über 50.000 Euro.

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