Aachen: Spektakulärer Karolinger-Fund in Aachen

Aachen : Spektakulärer Karolinger-Fund in Aachen

Lebten die Menschen, deren Überreste bei Ausgrabungen auf dem Hof gefunden worden sind, zur Zeit Karls des Großen, kannten sie ihn vielleicht sogar?

Dass man auf dem Hof, im Herzen der Stadt, auf archäologische Funde stoßen würde, war den Verantwortlichen von Anfang an klar, als dort Mitte des Jahres mit den Arbeiten zur Erneuerung eines 120 Jahre alten Kanals begonnen wurde. Dass man jedoch ein Skelett und zwei Schädel sowie einen weiteren Unterkiefer aus dem 8. oder 9. Jahrhundert finden würde, gilt als eine kleine Sensation.

Ein Skelett, zwei Schädel sowie einen weiteren Unterkiefer wurden bei Ausgrabungen auf dem Hof gefunden. Foto: Heike Lachmann

Datiert wurden sie anhand von Scherben, die in der Nähe gefunden wurden. Stadtarchäologe Dr. Markus Pavlovic geht davon aus, dass das Skelett ordnungsgemäß bestattet worden ist, will aber noch nicht davon reden, dass man einen Friedhof entdeckt habe. Nicht ausgeschlossen werde könne auch, dass die anderen Überreste aus Gewalttaten stammten.

Genauere Untersuchungen der Knochenreste sollen nun die Frage klären, ob die mindestens drei Karolinger aus dem Raum Aachen stammten oder von weither zugereist waren. Durch eine Strontiumisotopenanalyse kann nämlich bestimmt werden, welche Lebensmittel ein Mensch zu sich genommen hat und aus welchen Regionen diese stammen.

(hau)
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