Aachen: SPD will ein „Planungscafé” im Bahnhofsviertel einrichten

Aachen: SPD will ein „Planungscafé” im Bahnhofsviertel einrichten

Es gibt noch viel zu tun im Bahnhofsviertel. Der Meinung ist nicht nur die Bürgerinitiative Bahnhofplatz. Auch die Sozialdemokraten sind der Auffassung, dass die Planungen für den Bereich rund um den Hauptbahnhof noch nicht abgeschlossen sind.

„Es gibt dort auf jeden Fall weiteren Handlungsbedarf”, betont Oberbürgermeisterkandidat Karl Schultheis und fügt hinzu: „Viel Ärger hätte vermieden werden können, wenn die Kommunikation mit den Bürgern in der Vergangenheit besser gelaufen wäre.”

So würde die SPD gerne ein sogenanntes „Planungscafé” im Bahnhofsviertel von der Verwaltung einrichten lassen. „Unter dem Begriff Planungscafé verstehen wir einen regelmäßigen Austausch mit den Bürgern”, erläutert Schultheis.

Dabei ginge es nicht darum, so Schultheis, „überbordende Beteiligungsstrukturen zu schaffen, sondern vielmehr um Treffs, bei denen Ideen geäußert, Gedanken ausgetauscht und kritische Anmerkungen formuliert werden können”. Das sei besser, als hinterher auf unzufriedene Anwohner zu stoßen.

Verschiedene Punkte

Inhaltlich geht es der SPD um verschiedene Punkte, unter anderem um die zukünftige Nutzung des jetzigen Gesundheitsamtes in der Hackländerstraße. Bekanntlich zieht das künftige Gesundheitsamt der Städteregion im Oktober in die Aachen-Arkaden um.

Auch müsse die Verbindung von Schienenverkehr und Busverkehr verbessert werden. Handlungsbedarf bestehe zudem, was den südlichen Zugang zum Bahnhof von der Kasinostraße betrifft.

Offen sei auch die Frage, wie die nicht mehr benötigten Bahnflächen letztlich bebaut würden. Zwar sei der Bahnhofsplatz fertiggestellt und die Arbeiten in der Bahnhofstraße bereits im Gange, dennoch gebe es noch genug andere Baustellen.

Dem Ratsantrag liegt ein Themenkatalog zugrunde, den die Bürgerinitiative Bahnhofplatz um deren Vorsitzenden Harald von reis zusammengestellt hatte.

„Im Suermondtviertel waren die Planungsrunden mit den Bürgern fruchtbar. Warum soll das im Bahnhofsviertel anders sein?”, fragt der Landtagsabgeordnete.

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