Spaziergang durch die Aachener Galerien

Kunstgeschichten : Spaziergang durch die Aachener Galerien

„Trasparenze“ – italienisch für Transparenz – nennt der aus Rom stammende Fotograf Ales Vega seine Ausstellung in der Gravieranstalt und zeigt genau aus diesem Grund Fotografien, die nicht auf den ersten Blick transparent sind.

Verschleiert, verhüllt, und mit Noten monochromer Malerei präsentiert er weibliche Akte, die sich erst durch intensives Schauen erschließen und auch die Bandbreite seiner fotografischen Techniken ahnen lassen.

Seit 40 Jahren ist Ales Vega Fotograf, seine Kindheit verbrachte er nahe der römischen Filmstadt „Cinecitta“ und weiß genau, was konzentriertes Hinsehen und die gelungene Inszenierung von Bildern ausmacht. Vega engagiert sich mit seinen Intransparenzen für die Entstehung von Transparenz, indem die Betrachter seiner Bilder genau hinsehen müssen, um überhaupt etwas zu sehen, und eine Konsumhaltung gar nicht erst aufkommt. Zu sehen ist die Schau in drei Räumen der Gravieranstalt, Ottostraße 85, am Freitag, 24. Mai, von 19 bis 22 Uhr, am Samstag, 25. Mai, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 26. Mai, von 15 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung unter
www.gravieranstalt-aachen.de.

Mit seiner Ausstellung „Raum der Stille“ lädt der Aachener Künstler Peter J.M. Schneider in die Galerie Artikel 5, Bahnhofstraße 33, und präsentiert in zwei Räumen Fotografien und Objekte, die sich im weitesten Sinne des Wortes mit Land Art, der Auseinandersetzung mit der Natur, mit Ruhe und Stille und einer ebensolchen Haltung im Alltag beschäftigen.„Ich selbst leide unter mangelnder Stille in meinem Alltag“, sagt Schneider, der gerne und bereits seit langen Jahren in einsamen Regionen Frankreichs, Italiens, Belgiens und den Niederlanden arbeitet und unter anderem mit seinen Installationen mit himmelblauem Organza in der Natur bekannt geworden ist. Die Ausstellung ist nur noch am Freitag, 24. Mai, von 18 bis 20 Uhr zu sehen, am Samstag, 25. Mai, gibt es um 16 Uhr eine Stille-Meditation als Finissage. Nähere Informationen gibt es unter
www.pjmschneider.de.

Neue Arbeiten in Farbe statt wie bisher in Schwarz-Weiß präsentiert Marjam König zusammen mit den meist farbintensiven „Kraftlinien“ von Hubertus Peters in der Annahalle. Die beiden Aachener Künstler beschäftigen sich als Duo mit Ideen von Landschaft und konkreter Landschaft, wobei Reisen und Erlebnisse vor Ort, aber auch theoretische Auseinandersetzungen mit Raum und Naturraum eine große Rolle spielen. Zu sehen ist eine Fülle von Arbeiten, die zusammen mit dem üppigem Efeu-Bewuchs an den Wänden die Energie der gemalten Landschaften verdeutlichen. Die Ausstellung „Zu Zweit“ hängt noch bis Sonntag, 26. Mai, an der Annastraße
14-16 und kann am 23. und 24. Mai von 13 bis 18 Uhr sowie am 25. und 26. Mai im Rahmen der offenen Ateliers des BBK von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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