Spaziergang durch die Aachener Galerien und Ateliers

Kunstgeschichten : Einzigartige Fotokunst und Mäntel, die enthüllen

Der rote Teppich ist ausgerollt für die Besucher der Kallitypie-Ausstellung des Aachener Künstlers Christoph Thoma, der seine aufwändigen Fotokunst-Arbeiten in den stilvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Talbot-/Bombardiergebäudes an der Jülicher Straße zeigt.

Ein Bambuswald in Kyoto oder Weinberge im Elsass, Landschaft am Ufer der Saar, Wolkenformationen oder lediglich Fragmente von Landschaft sind typische Motive der schwarz-weißen Arbeiten, die in der Regel in der Größe von 90 mal 120 Zentimetern gerahmt an den Wänden hängen und den Zauber von Bildern verströmen, die zwischen Fotografie und Grafik angesiedelt sind.

Assoziationen an japanische Tuschemalerei kommen bisweilen auf angesichts der Farbtiefe und der Betonung der Weißfläche, die dem Wesentlichen Raum gibt. Während alle Werke, meist mit Landschaftsdarstellungen, den schlichten Besprechungsräumen die Aura von Galerien verleihen, fallen doch sechs besonders in Auge.

Hier hat Christoph Thoma lediglich Ausschnitte aus den Landschaftsaufnahmen mit skulpturalen Elementen, Figuren oder Abstraktionen gestaltet, die auf den enormen Freiraum bei der Herstellung der Kallitypien verweisen.

Sie entstehen durch ein analoges Kontaktkopierverfahren, bei dem Negativ und Positiv gleich groß sind. Bildträger ist ein mit einer Lichtemulsion beschichtetes Baumwollpapier, auf das das Negativ gesetzt wird. Sowohl die Sonne als auch eine UV-Lampe kann die Belichtung übernehmen.

Anschließend erfolgen Arbeitsschritte wie in einer Dunkelkammer. Eine Besonderheit der Kallitypien von Christoph Thoma ist neben der internationalen Motivwelt das große Format, für das er eigens einen Rahmen bauen ließ. 18 Großformate und einige Arbeiten, die unter anderem als „normale“ Fotos Strände in der Normandie zeigen, zeigt die Ausstellung „Fotografien. Kallitypien“ des einzigartigen Künstlers.

Bis zum 31. Oktober können die Arbeiten an der Jülicher Straße 215 montags bis freitags zu den üblichen Bürozeiten und nach Vereinbarung unter 0172/6783183 besichtigt werden.

www.christophthoma.de„Meshing the Ordinary“ nennt sich die Ausstellung der beiden Aachener Künstlerinnen Laureline Le und Dana Saez in der Gravieranstalt, Ottostraße 85. Zu sehen sind bis zum 8. September 19 neue Zeichnungen, Skulpturen und Installationen. Die Vernissage findet am Freitag, 30. August, um 19 Uhr statt.

www.gravieranstalt-aachen.de„13 Mäntel der Enthüllung“ schuf die Aachener Künstlerin Gerda Zuleger, die nun nach ersten Präsentationen auch als Bühnenelemente für Aufführungen zum Einsatz kommen: am 8. September um 16 Uhr und am 13. September um 19.30 Uhr im Rahmen von Tanztheater im Theater K im Tuchwerk, Strüwerweg 116.

www.gerdazuleger.de„Farben und Formen“ interessieren den seit rund 20 Jahren künstlerisch tätigen Autodidakten Daniel Hess, der als Zeichnung, Malerei und Collage seine vielfältigen und experimentierfreudigen Arbeiten bis 18. September in der Galerie Hexagone, Wilhelmstraße 16, zeigt. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 12.30 bis 18 Uhr, samstags von 12.30 bis 15.30 Uhr.

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