Aachen: Sparkassen-Cup: Hertha Walheim setzt sich wieder die Fußballkrone auf

Aachen : Sparkassen-Cup: Hertha Walheim setzt sich wieder die Fußballkrone auf

Damit hatten vor Turnierbeginn nicht viele gerechnet: Zwar haben die Favoriten bei der neunten Hallenfußball-Stadtmeisterschaft die ersten drei Plätze unter sich ausgemacht, aber die Herzen hat am vergangenen Wochenende die Westwacht Aachen gewonnen.

Beim Wettbewerb in der Sporthalle an der Neuköllner Straße kämpfte sich die Überraschungsmannschaft aus den Niederungen der Gruppe B bis ins Halbfinale. Den Meistertitel holte sich hingegen Vorjahressiegerin Hertha Walheim.

Lange umkämpftes Finale: In der Begegnung zwischen Walheim (gelb) und Arminia Eilendorf fielen die Tore erst in der zweiten Hälfte.

Diese machte bereits im ersten Halbfinalspiel am Sonntagnachmittag deutlich, mit welchen Ambitionen man hier angetreten war. Dort machte anfangs die Westwacht weiter, wo sie in der Vorrunde aufgehört hatte, und ging sogleich 0:1 in Führung. Nach missglückter Rückgabe, die zum Eigentor wurde, geriet diese aber spürbar aus dem Tritt und musste danach zusehen, wie die Hertha im Minutentakt auf schließlich 7:1 erhöhte und sich damit für das Finale qualifizierte.

Im zweiten Halbfinalspiel trafen Inde Hahn und Arminia Eilendorf aufeinander. Es dauerte über zwei Minuten, bis überhaupt einmal ein Schuss auf eines der beiden Tore abgegeben wurde. Dann aber nahm die Partie mit einem sehenswerten Tor der Hahner Fahrt auf, das gleich von der Arminia wieder ausgeglichen wurde.

Es folgte ein munteres Hin und Her, bei dem Hahn beim Stand von 3:3 gegen Ende alles versuchte, die Verlängerung noch abzuwenden. Das gelang nicht, und auch in der Nachspielzeit wollten keine Tore mehr fallen, so dass am Ende das Sieben-Meter-Schießen entschied. Beim Resultat von 7:8 war dann aber Schluss und die Arminia im Finale.

Dort war das zu sehen, was Kommentatoren als „ein von Taktik geprägtes Spiel“ bezeichnen, wenn sie ereignisarme Partien wohlwollend umschreiben. Die ganzen zehn Minuten der ersten Spielhälfte belauerten sich Eilendorf und Walheim, aber die Angriffe fielen zu unkoordiniert aus. Nach der Pause dauerte es noch einmal drei Minuten, bis die Hertha genug hatte und den Spielstand in zwei Minuten auf 0:3 hochschraubte. Zwar gelang der Arminia in der Folge noch ein Treffer, aber zum Schlusspfiff mussten sich die Eilendorfer mit einem 1:3 und dem zweiten Platz zufrieden geben.

Wesentlich lebendiger war der zweite Auftritt der Westwacht im Spiel um den dritten Platz. Gegen Inde Hahn hielt diese lange mit dem routinierten Spiel der Favoriten mit und ging in der zweiten Halbzeit sogar mit 3:1 in Führung. Nur eine Minute vor Schluss glich Hahn aber mit zwei Treffern aus und erzwang so die Verlängerung, wo dann auch das erlösende 3:4 gelang und damit der dritte Platz sicher war.

Ralf Schings, Geschäftsführer des Turnierausrichters JSC Blau-Weiß Aachen, zeigt sich insbesondere von der Leistung der Westwacht überzeugt. „Mit diesen starken Spielen ist die Mannschaft sicherlich verdient bis ins Halbfinale gekommen und war damit die große Überraschung bei dieser Meisterschaft“, resümierte er.

Aber die Hertha Walheim habe sich mit ihrer Spielstärke abermals gut präsentiert und damit verdient gewonnen. Sein Lob gelte jedoch allen teilnehmenden Mannschaften, die alle pünktlich und zuverlässig zur Stelle waren und damit für ein attraktives Turnier ohne Absagen gesorgt hätten.