Sparkassen-Cup: Arminia Eilendorf ist neuer Aachener Stadtmeister

Aachen : Arminia Eilendorf ist neuer Aachener Fußball-Stadtmeister

Als der Schlusspfiff ertönte, fiel einiges zu Boden. Die Spieler aus Erschöpfung und Enttäuschung, die Steine vom Herzen des Veranstalters VfR Forst, dass das Turnier ausgesprochen fair und sportlich gut verlaufen war. Zuvor hatte die 33. Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup alles geboten, was den Fußball ausmacht. Kampf, schöne Kombinationen, Dramatik, Fehlentscheidungen.

Der Samstag forderte die Sportler bis über die Leistungsgrenze hinaus, jeweils im Elfmeterschießen wurden schließlich die Finalteilnehmer FV Vaalserquartier und Arminia Eilendorf ermittelt. Die Witterungsbedingungen schraubten den Belastungspegel in ungeahnte Höhen. „Wir sind am Ende sehr zufrieden mit dem Turnier. Unser Helferteam aus Mitgliedern des VfR Forst und der DJK FV Haaren hat gut funktioniert, das belohnen wir noch mit einem Helferfest“, war Organisator Leo Pennings nach dem Ausklang des Tages entspannt.

Eine entscheidende Szene im Finale: Der Armine Jilil Tahir (3. von links im blauen Trikot) steigt zum Kopfball hoch und erzielt das 1:0.

Dabei war es heiß genug hergegangen, der Samstag mit den Vorentscheidungen hatte für Spannung genug gesorgt. Das hatten auch die Vertreter vom Hauptsponsor Sparkasse Aachen erkannt. Günter Franken und Andreas Kreitz waren deshalb auch voll des Lobes. „Ein solches Turnier ist genau der Grund, weswegen wir als Sparkasse derartige Veranstaltungen auch in Zukunft sehr gerne unterstützen“, zeigten sie sich angetan.

Auch die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer steht für die beiden im Fokus. Beide schauten anschließend gebannt auf den Kunstrasenplatz in Haaren, der eine problemlose Durchführung der Spiele erst möglich machte. Dort duellierten sich die Mannschaften von Inde Hahn und Hertha Walheim um Rang drei, eine Partie, die auch ein würdiges Finale gewesen wäre. Beide Teams hatten nicht den personellen Sonntagsanzug übergestreift, was aber dem Engagement und Siegeswillen keinen Abbruch tat, allein zum Torerfolg reichte es auf keiner Seite. Also wieder Elfmeterschießen, diesmal mit dem besseren Ende (7:6) für Inde Hahn.

Erfreulicherweise war im Anschluss der Finalteilnehmer aus Vaalserquartier pünktlich zum Finale erschienen, hatten die Jungs von der Vaalser Straße doch am Vormittag bereits die Kreis Challenge in Heinsberg spielen müssen, eine Tatsache, die Trainer Günther Motté am Samstag Abend noch etwas ins Schwitzen gebracht hatte. „Mit einer Finalteilnahme bei der Stadtmeisterschaft haben wir nun wirklich nicht gerechnet“, zeigte er sich stolz auf seine Mannschaft.

Sein Team ging als Bezirksligist und damit vermeintlicher Underdog gegen Landesliga-Aufsteiger Arminia Eilendorf ins Finale, allerdings zeigten die Grün-Weißen keine Scheu vor großen Namen und boten den spielerisch höherwertigen Arminen Paroli. Die 1:0-Führung durch den Arminen Jahil Tahir glich Vaalserquartiers Janosch Baer aus, ein vertretbarer Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit brachten die Spieler von Trainer Motté die alte Geschichte vom Hasen und Igel zur Wiederaufführung, wo auch immer ein Eilendorfer Spieler auftauchte, war ein Vaalserquartierer schon da. Zehn Minuten vor dem Ende gelang Thiemo Huppertz der umjubelte Siegtreffer, Vaalserquartier warf nochmals alles nach vorne, aber ohne Erfolg.

Der Schlusspfiff war Enttäuschung und Erlösung zugleich — ein Wochenende mit einem Premierensieger Arminia ging zu Ende.

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